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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

. 151 
die Verbreitung der Schultze-Delitzschschen Volksbanken ein wesentlicher 
Fortschritt gewesen. 
2, Die Solidität der Banken muß dem Publikum in besonderer 
Weise gesichert sein. Dazu ist erforderlich, daß die Depositenbanken 
sich auf die reinen Bankgeschäfte beschränken und sich von jeder 
spekulativen Börsenthätigkeit ferne halten. Auch nach dieser Richtung 
gewähren die Genossenschaftsbanken durch ihre Statuten die nötige 
Garantie. Auch hierin ist in England eine weit schärfere Scheidung 
zwischen Bank- und Börsenthätigkeit durchgeführt als in Deutschland, 
worauf noch zurückzukommen sein wird. 
3. Eine Verallgemeinerung der Verbindung des Publikums mit den 
Banken ist nur zu erwarten, wenn auch Personen mit geringem Geldumsatze 
und kleinen Einlagen von den Banken als Kunden acceptiert werden. 
Gerade nach dieser Richtung zeigen sich die englischen und amerikanischen 
Banken weit entgegenkommender als die meisten deutschen. Nur die 
Genossenschaftsbanken schließen hierin wieder einen Fortschritt ein. 
4. Wo der Depositenverkehr noch nicht allgemein. verbreitet ist, 
wird die Gewährung eines Zinses für die Einlagen nicht zu entbehren 
sein, um das Publikum heranzuziehen, während allerdings der Nutzen 
desselben überhaupt, wie gezeigt, auch für. den Einleger ein so großer 
ist, daß eine Verzinsung dagegen nur von untergeordneter Bedeutung 
ist, und dort entbehrt werden kann, wo das Publikum bereits das 
richtige Verständnis dafür zeigt. 
5. Der Depositenverkehr wird nur dann seine Aufgabe vollständig 
erfüllen, wenn dem Einleger die weitgehenste und leichteste Verfügung 
über sein Guthaben gewährleistet ist, und je größer diese Erleichterung, 
um 80 allgemeiner wird das Publikum sich demselben anschließen. Es 
sind deshalb alle Einrichtungen zu acceptieren, welche die Verfügung 
über die Einlagen dem Bankkunden erleichtern und ihm durch die 
Verminderung des Barvorrats keine Opfer und Unbequemlichkeiten 
auferlegen, Das beste Mittel hierzu ist der Checkverkehr, der in dem 
folgenden Paragraphen besprochen werden soll. 
8 53. 
Das Checksystem. 
R. Hildebrand, Chequesystem und Clearinghouse, Jahrb. £. Nationalökonomie 
1867, Ba. VIIL 
Seyd, London. Banks and the bankers, London 1871. . 
Georg Cohn, Ueber den Entwurf eines deutschen Chequegesetzes. Jahrb. f, 
Nationalökonomie 1879, Bad. XXXII. 
Koch, Zeitschrift f. Handelsrecht 1884, XIV, N. F. 
Bauerdörfer, Cheaue-Svstem. Jena 1881. 
Unter Check versteht man in der Hauptsache eine Anweisung 
des Kunden einer Bank, auf Grund des bei derselben vorhandener 
Guthabens Zahlung an eine darauf bezeichnete Persönlichkeit zu leisten. 
In den verschiedenen Ländern ist die Einrichtung außerordentlich ver- 
schieden, nicht überall durch Gesetz geregelt, und auch in den 
Gesetzen nicht gleichmäßig behandelt. Indessen trifft die obige De- 
finition. die eigentliche Bestimmung des Checks, als Mittel für den 
Binleger zu dienen, über sein Guthaben zu verfügen und die Bank zu 
Zahlungen in seinem Auftrage zu veranlassen. Dieselbe giebt deshalb 
dem Kunden ein Checkbuch mit entsprechenden Anweisungsformularen 
Wesen des 
Checks.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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