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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

Diese Momente sind mithin die eigentlich bestimmenden für den 
Wechselkurs. Doch treten noch andere hinzu, die einen Einfluß auf 
ihn haben. Selbstverständlich hängt der Wert des Wechsels ab von 
der Valuta, auf welche er lautet, also welche in dem Fälligkeitslande 
maßgebend ist. Die Schwankungen des Wertes der Währung haben 
deshalb auf ihn den größten Einfluß. Lautet der Wechsel auf ein 
Land mit Papierwährung, so wird der Kurs des Papieres bisher z. B. 
der österreichische Gulden, der russische Rubel. bestimmend für den 
Preis des Wechsels sein. Für einen Wechsel von 1000 Rubel wurden 
demnach bald 2000 Mk., bald 2200, bald nur 1800 gezahlt, und es 
war deshalb mit dem Ankauf eines solchen Wechsels ein erhebliches 
Risiko verbunden, welches überhaupt den Wechselkurs entsprechend 
herabdrücken mußte. 
In dritter Linie kommt die Sicherheit des Wechsels in Betracht. Sicherheit 
Ist eine Weltfirma dafür haftbar, so kann der Wechsel ganz andere des Wechsels. 
Verwendung finden als ein solcher mit Unterschriften unbekannter 
Männer, Auch eine größere Zahl von Unterschriften, wodurch die 
Sicherheit gesteigert ist, kann den Preis erhöhen. Viertens ist die Dauer 
des Wechsels bis zur Verfallzeit von Wichtigkeit, und da immerhin die 
Möglichkeit eines Konkurses in Betracht gezogen werden muß, und 
eine längere Frist Gefahren in sich schließen kann, so pflegt der Kurs 
kurzsichtiger Wechsel ein höherer zu sein, als der mit langer Frist. 
Die Kursschwankungen sind nun nach oben und unten begrenzt. Grenzen der 
Die obere Grenze liegt da, wo es vorteilhafter wird, statt mit einem Xursschwan- 
Wechsel zu zahlen, bar Geld zu schicken, wo der Aufwand der Trans- “ungen. 
portkosten geringer ist, als der Aufschlag auf die gewöhnlichen Preise 
des Wechsels nach dem Münzwerte. Diese Grenze wird auch der 
Gold- oder Metallpunkt genannt, wo eben das Metall an die Stelle des 
Wechsels tritt. Indessen kommt es selten zu solchen Barsendungen 
auf Veranlassung des hohen Kurses. Denn die Bankiers halten es 
dann für vorteilhafter, entsprechende Wechsel zu schaffen, indem sie 
solche auf ihre Geschäftsfreunde im Bestimmungslande ziehen, oder es 
gelingt, von anderen Börsenplätzen entsprechende Wechsel heranzuziehen. 
Nach Heiligenstadt wurde in London bei Wechseln für Berlin 
der Goldpunkt in den Jahren von 1886—91 von 610 Notierungen 
5mal erreicht, 95mal überschritten; in Berlin für London von 929 
Notierungen 2mal: erreicht, 13mal überschritten. Die Goldeinfuhr 
Deutschlands aus England betrug in diesen Jahren 12,8 Mill, Mk., die 
Einfuhr Englands aus Deutschland nur 1,1 Mill. Mk. 
Ein ziemlich ausgedehntes Geschäft der Börsenmänner ist, die 
Wechsel überall aufzukaufen, wo sie billig sind, und dahin zu diri- 
gieren, wo sie teuer sind, um an der Differenz zu profitieren. Dieses 
Geschäft ist das Arbitragegeschäft, wodurch zugleich eine Aus- 
gleichung der Kurse erreicht wird, 
Die untere Grenze, unter welche der Kurs nicht nachhaltig sinken 
kann, liegt da, wo es vorteilhaft wird, umgekehrt, Metall nach dem 
Inlande zu ziehen. 
Der Kurs, welcher genau dem Münzwerte entspricht, heißt die 
Münzparität und bildet natürlich den Ausgangspunkt und die Grund- 
lage für den Wechselkurs, wobei der Feingehalt der Münze berück- 
sichtigt wird. Die Münze mit einem niedrigen Schlagschatz oder, wo 
überhaupt gar keiner in Anrechnung gebracht wird, wie in England, 
Münzparität.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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