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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

thumbs: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

47 _ 
das wirtschaftliche Getriebe uneingeschränkt und sich selbst überlassen 
bleibt, Es hat sich dadurch die Auffassung entwickelt, daß das Ein- 
greifen der Staatsgewalt zum Schutze des Schwächeren unerläßlich 
ist, daß ihre Macht und ihr Einfluß auch auf das wirtschaftliche 
Leben viel höher gestellt werden muß, als es. die Freihandelsrichtung 
zugestehen wollte. Wo aber das Gesamtinteresse in Frage kommt, 
hat das KEinzelinteresse sich dem unterzuordnen. Daher kann auch 
dem Einzelnen nicht ein unbedingtes Verfügungsrecht über sein 
Eigentum unter alleiniger Maßgabe seines eigenen Interesses zuerkannt 
werden, sondern er muß sich soweit Beschränkungen unterwerfen, als 
es das Gesamtinteresse verlangt. In dieser Richtung haben sich im 
Laufe dieses Jahrhunderts erhebliche Aenderungen des Eigentums- 
rechtes vollzogen. Durch die Ausbildung des Enteignungsrechtes ist 
am schärfsten zum Ausdruck gebracht, daß überall, wo es die Förderung 
der Gesamtheit verlangt, der Privateigentümer zu weichen hat. Wird 
zum Bau einer Eisenbahn, zur Durchlegung einer Straße in der Stadt 
Grund und Boden gebraucht, so muß der Grundeigentümer denselben 
räumen und sich mit einer Entschädigung begnügen. In der von der 
Gemeinde aufgestellten Bauordnung werden dem Grundeigentümer Be- 
schränkungen in der Benutzung seines Bauplatzes und in der Aus- 
führung des von ihm projektierten Gebäudes auferlegt. Der Eigen- 
tümer an Wald, Bergwerken, Eisenbahnen und Fabriken wird durch 
polizeiliche Vorschriften in der Verfügung über seinen Besitz wesent- 
lich beeinträchtigt, wie es z. B. sanitäre Rücksichten für die Arbeiter- 
klasse oder Schutz vor Gefährdung und Belästigung der Umwohner 
verlangen. Das Erbrecht ist schon seit längerer Zeit durch die Fixierung 
eines Pflichtteils für die Kinder beschränkt. Die Strömung geht immer 
mehr dahin, nicht unbedingt das Recht der Blutsverwandtschaft zur 
Beerbung anzuerkennen, sondern im Verwandtschaftsgrade eine Grenze 
zu ziehen. Die Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch in Deutschland 
hatte mit großer Majorität beschlossen, das Erbrecht nicht über die 
Nachkommen der Urgroßeltern im Intestaterbfalle gelten, sondern statt 
der entfernteren Verwandten den Staat als den natürlicheren Erben 
eintreten zu lassen, wie das in Dänemark bereits gesetzlich bestimmt 
ist. Der Reichstag hat allerdings diese Bestimmung nicht acceptiert, 
Dagegen ist in dem $ 904 eine Sehr bedeutsame prinzipielle Aende- 
rung der bisherigen Auffassung zu konstatieren. Es heißt darin: 
„Der Eigentümer einer Sache ist nicht berechtigt, die Einwirkung 
eines Anderen auf die Sache zu verbieten, wenn die Einwirkung zur 
Ahwendung einer gegenwärtigen Gefahr notwendig, und der drohende 
Schaden gegenüber dem aus der Einwirkung dem Eigentümer ent- 
stehenden Schaden unverhältnismäßig groß ist. Der Eigentümer kann 
Ersatz des ihm entstehenden Schadens verlangen.“ Der Eigentümer 
eines Hauses muß sich hiernach gefallen lassen, daß sein Haus nieder- 
gerissen wird, wenn dieses nötig ist, um ein bedenkliches Weitergreifen 
eines Brandes zu verhüten. Der Besitzer eines Kahnes darf es nicht 
verhindern, daß jemand denselben benutzt, um damit einem Menschen 
das Leben zu retten, auch wenn die Gefahr vorliegt, daß das Boot 
dabei zu Grunde geht. Hiermit korrespoudieren die 88 226 und 826, 
Welche dem Eigentümer verbieten, Eigentumsrecht zur Chikane seiner 
Mitmenschen, also die Schädigung Anderer ohne einen eigentlichen 
Nutzen dabei zu haben, unter Verletzung der guten Sitte auszuüben. 
Deutsches 
jürgerliches 
Aesetzhuch.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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