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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

184 
Amerikan. 
Union. 
Kontingen- 
tierung. 
Male verändert und ist jetzt auf 5000 Millionen Fres. normiert, was 
zaum noch als ‚eine Beschränkung anzusehen ist, Von besonderer 
Bedeutung ist die amerikanische Einrichtung, welche schon 1838 
m Staate New-York eingeführt wurde, daß die größeren Banken 
zwar die Freiheit haben, Noten in Umlauf zu setzen, dafür aber ver- 
oflichtet sind, zu deren Sicherung verzinsliche Staatsobligationen bei 
Jer Regierungskasse zu deponieren, worauf sie von derselben im Be- 
irage von 90% des Kurswertes Noten zur freien Verfügung ausge- 
händigt erhalten (Gesetz von 1862 für die ganze Union). Dadurch ist 
erreicht, daß die Inhaber der Noten auch in dem Falle der Liquida- 
tion der Bank ihrer Befriedigung sicher sind. Dagegen ist das Fal- 
lieren der Banken dadurch natürlich nicht verhindert, Außerdem 
liegt der wesentliche Nachteil vor, daß die Banken nun bestrebt sein 
müssen, die ihnen zur Verfügung ‚gestellten Noten auch fortdauernd 
in Umlauf zu erhalten, also auch wenn sie ihnen zur Einlösung präsen- 
tiert werden, immer wieder in Umlauf zu setzen, ev. zu gewagten 
Unternehmungen. Dies hat bisher einen erheblichen Nachteil nicht 
herbeigeführt, da die Einrichtung ohnehin den Vorteil der Noten- 
emission für die Banken bedeutend beschränkt. Ebenso fällt aber der 
volkswirtschaftliche Nutzen der Notenemission fort, sich dem Bedarf 
an Umlaufsmitteln anzuschließen, Für die Noten müssen Papiere 
deponiert werden, die der Bank 4—5% liefern, stehen sie über pari, 
so erhalten sie doch nur 90 % des Nominalbetrages und bei der Rück- 
zahlung nur den Nominalbetrag ausgezahlt. Bei dem hohen Zinsfuß, 
der namentlich noch im Westen herrscht, wird dadurch den Banken 
ein großer Zinsverlust zugemutet, der sie auf eine erweiterte Noten- 
emission verzichten läßt. Dieselbe ist deshalb überhaupt eine sehr ge- 
ringe und bei der Geldbedürftigkeit des Landes unzweifelhaft unzu- 
länglich. Der Notenumlauf geht mehr und mehr zurück und betrug 
in den letzten 10 Jahren noch nicht 200 Millionen Dollars gegenüber 
300 Millionen in den siebziger und Anfang der achtziger Jahre. Der 
Schwerpunkt der Bankthätigkeit liegt dort vielmehr in dem Depnositen- 
verkehr. 
Zu bemerken ist noch, daß die Notenbanken oder sog. National- 
oanken in Amerika unter der Aufsicht besonderer Staatskontrolleure 
stehen. 
Eine feste Kontingentierung der ungedeckten Noten hat die Robert 
Peelsche Bankakte von 1844 für die englischen Notenbanken ge- 
oracht, indem nach dem Durchschnitte der letzten 10 Jahre jeder Bank 
nur eine bestimmte Zahl von ungedeckten Noten gestattet wurde; für die 
Aktienbanken 3,5 Millionen, für die Privatbanken 5,1 Millionen, für die 
Bank von England 14 Millionen Pfd. St. In ähnlicher Weise wurden 
in Schottland den 19 Zettelbanken 3 Millionen ungedeckter Noten ge- 
stattet, die in der Gegenwart durch das Eingehen einzelner Banken 
auf 2,6 Millionen vermindert sind. In England dagegen übernahm die 
große Bank die Noten der Zettelbanken, welche das Privilegium auf- 
gaben. Durch diese Maßregel wurde die Ausnutzung des Notenprivi- 
legiums in England wesentlich beschränkt, so daß in der neueren Zeit 
immer allgemeiner, vor allen Dingen bei der Bank von England der 
Barvorrat den Notenumlauf zu übersteigen pflegt. 1897 standen einem 
Metallvorrat von 31,8 Millionen Pfund Sterling 27,4 Millionen Noten 
der Bank von England, 1,4 Mill, der Provinzialbanken und 7,7 der 
schottischen Banken gegenüber.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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