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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

212 
Beteiligung 
Jnberufener. 
Jobhertum. 
und deshalb beseitigt werden müsse. Die Uebelstände liegen in zwei 
Richtungen, einmal darin, daß die Oeffentlichkeit und Zugänglichkeit 
der Börse dem großen Publikum die Spekulation ermöglicht hat und 
weite Kreise dazu verleitet, die nur einen Schaden davon haben, so 
daß die Gesamtheit dadurch geschädigt wird. Auf der anderen Seite 
zeigt es sich, daß die berufsmäßigen Börsen-Spekulanten Gelegenheit 
zum Mißbrauch der Börse finden und das Publikum in ihrem Interesse 
quszubeuten vermögen. 
Das erst erwähnte Moment hat wiederum in zweierlei Hinsicht 
Bedeutung, einmal, indem Geschäftsunkundige und nicht genügend Be- 
mittelte sich am Börsenspiel beteiligen und natürlich viel häufiger ver- 
äeren als gewinnen, und mehr einbüßen, als sie wirtschaftlich zu 
tragen vermögen, wodurch nicht nur sie selbst, sondern auch weitere 
Kreise, die mit ihnen in Zusammenhang stehen, leiden müssen. Auf 
Jer anderen Seite liegt es nahe, daß die Beteiligung weiter Kreise 
ohne Fachkenntnis und entsprechende Uebersicht Verschiebungen in 
den Preisen, wie in den Kursen herbeiführen kann, die durchaus un- 
gerechtfertigt sind, und doch kann naturgemäß die Börse die Beteili- 
gung weiter Kreise nicht entbehren, und es liegt sehr nahe, daß der 
Landwirt, der Industrielle auch die Preisentwickelung seiner Produkte 
verfolgt und daraus an der Börse Nutzen zu ziehen trachtet, Hier- 
gegen ist natürlich die Gesetzgebung völlig machtlos, und alle Gewalt- 
maßregeln, um ungeeignete Elemente von der Börse fernzuhalten, bleiben 
dadurch wirkungslos, daß das Publikum sich der Vermittler bedient, 
die ihre Aufträge ausführen, der Bankiers, Kommissionäre etc., die 
man von der Börse nicht ausschließen kann. 
Mehr klarliegend sind die Schäden, die sich in dem Mißbrauch 
der Börse durch die berufsmäßigen Spekulanten, dann durch die 
Bankiers herausgebildet haben. 
Es handelt sich dabei um Manipulationen, um das Publikum über 
len Wert der an der Börse gehandelten Gegenstände zu täuschen, 
lurch Verbreitung falscher Nachrichten in einer bestechlichen Presse 
der an der Börse selbst. Bei allgemein gehandelten Gegenständen, 
wie Getreide, Staatspapieren etc. wird dies nur von vorübergehender 
Wirkung sein. Nachhaltiger dagegen bei Aktien, wo die Rentabilität 
ler Unternehmungen falsch dargestellt werden kann, wogegen nur die 
nachhaltige Haftung der Beteiligten für ihre Veröffentlichungen eine 
Hilfe zu gewähren vermag. Von besonderem Nachteil sind die Maß- 
ıahmen, die offiziellen Kurs- und Preisnotierungen fälschlich zu be- 
ainflussen; insbesondere durch Scheingeschäfte, indem Geschäfts- 
freunde an der Börse Käufe und Verkäufe abschließen, nur zu dem 
Zwecke, die Preisnotierung zu veranlassen und damit die Kurse und 
Preise zu beeinflussen. Noch allgemeiner ist die willkürliche Ver 
schiebung der Preise durch momentane, bedeutende Verkäufe und An- 
käufe, um dadurch die Preise künstlich in die Höhe oder herunter zu 
lrücken, wenn z. B. bei bedeutenden Zahlungen Wertpapiere zum 
Fageskurse in Anrechnung gebracht werden sollen oder dergl. Es 
kommt ferner in Betracht die Ringbildung, um durch gemeinsame An- 
käufe im großen nicht nur momentan, sondern auch nachhaltig Preise 
and Kurse zu beeinflussen. Doch ist dabei im Auge zu behalten, daß diese 
zünstliche Preistreiberei in großer Ausdehnung auch außerhalb der Börse 
stattgefunden hat. Man braucht nur an die großen Schweinefleischauf- 
zäufe zu denken, die vor einigen Jahren in Amerika stattfanden und die
	        

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Foreign Trade Zones (or Free Ports). United States Government Printing Off., 1929.
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