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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

232 — 
dem Hause Rothschild die Vermittelung von Staatsanleihen in aus- 
zedehntem Maße zur Aufgabe machte (für Argentinien, Rumänien u. s. W.). 
Außerdem übernahm sie den Eisenbahnbau in verschiedenen über- 
seeischen Ländern, eine große industrielle Unternehmung in Paris 
a. dergl. Der Gesamtbetrag der Geschäftsanteile war 1852 circa 10 
Millionen Mark, 1855 20 Millionen, 1857 schon 46 Mill. und ist all- 
mählich, besonders in der neuesten Zeit infolge von Fusion mit anderen 
Gesellschaften bis auf 150 Mill. erhöht, nachdem eine Reihe von Jahren 
eine Reduktion des Kapitals stattgefunden hatte. Die Deutsche 
Bank ist erst 1870 gegründet und stellte sich von vornherein die 
Aufgabe, die internationalen Geldgeschäfte des deutschen Handels mehr 
und mehr in die Hand zu nehmen nnd sie den englischen Banken zu 
entziehen. Deshalb kommanditierte sie schon 1872 ein Bankhaus in 
New-York, errichtete noch in demselben Jahre eine Filiale in London 
unter dem Namen „deutsche Agency“ allein mit 45 Mill. Mk., und 
beteiligte sich in dem folgenden Jahre kommanditarisch bei dem schon 
seit längerer Zeit bestehenden Pariser Bankhaus „Weisweiler & Gold- 
schmidt“, 1874 beteiligte sie sich an der deutsch-belgischen Laplata- 
bank, um auch in Südamerika festen Fuß zu fassen. Die 1872 in 
Shanghai und Yokohama gegründeten Filialen konnten sich nicht halten. 
Außerdem stationierte sie in Bremen und Hamburg Filialen als Stütz- 
punkte für den internationalen deutschen Geldverkehr. Im Jahre 1886 
wurde noch eine Filiale in Frankfurt, im letzten Jahre in Leipzig und 
Dresden errichtet. Außerdem unternahm die Bank seit Ende der 
achtziger Jahre erhebliche Eisenbahnbauten im Orient und gewann 
dort eine wachsende und sogar eine dominierende Bedeutung. 1890 
beteiligte sie sich an den deutsch-österreichischen Mannesmannröhren- 
werken; seit 1894 an den südafrikanischen Goldfeldern. 
Neben dieser ausgedehnten Thätigkeit zur Förderung neuer 
industrieller Unternehmungen und der internationalen Kredit- und 
Zahlungsvermittelung hat sich die Deutsche Bank von Anfang an 
zur Aufgabe gestellt, den Depositen- und Checkverkehr in Deutschland 
zu fördern und an sich zu ziehen. Durch die Errichtung einer 
Anzahl Filialen in Berlin selbst suchte sie die Präsentierung der 
Checks und damit die Anwendung derselben besonders zu erleichtern. 
Während das Aktienkapital 1871 15 Mill. betrug, stieg es schon 
1881 auf 56, 1894 auf 75, 1900 auf 130 Mill. Die Depositen waren 
1871 8 Mill, 1884 27 Mill, 1894 75 Mill. Die Zahl der bei der 
Bank gehaltenen Konti war 1883 10000, 1894 32716. 
Die Dividenden der beiden erwähnten Banken haben sehr erheb- 
liche Schwankungen gezeigt. Die Diskontogesellschaft zahlte von 
1857—61 5%, in den folgenden Jahren 6%, 1868/69 9%, 1871/72 
24 und 27%, 1876/77 4 und 5%, von 1879—87 mit unbedeutenden 
Schwankungen 10%, 1889 14%, 1892/93 6%, 1899 10%, 1901 8%, 
Die Deutsche Bank mußte sich in den siebziger Jahren mit dem durch- 
schnittlichen Zinsfuß von 6%, begnügen. Anfang der achtziger Jahre 
zahlte sie 10%, dann 6 Jahre 9% und blieb auf dieser Höhe bis 
1894, 1899 stieg der Satz auf 11%, die auch in den letzten beiden 
Jahren gezahlt wurden. 
Die hier besprochenen Beispiele zeigen eine außerordentliche 
Vereinigung der verschiedensten Bank- und Börsenthätigkeiten, und ihnen 
treten mit ähnlichen Bestrebungen und bedeutenden Mitteln noch eine 
ganze Anzahl andere Banken an die Seite, während die Anfang der
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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