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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

FA 
gewesen sein mag. Seitdem haben sich die Verhältnisse auch im bri- 
tischen Reiche in dieser Hinsicht außerordentlich gebessert. Auf dem 
Lande bildet der Pächterstand eine im Durchschnitt sehr wohl situierte 
Mittelklasse bei einer sehr kleinen Zahl ländlicher Arbeiter und ver- 
schwindendem Parzellenbesitz. Diese Mittelklasse hat sich erst im 
Laufe des letzten Jahrhunderts aus recht tiefer Stufe emporgear- 
beitet. Der Großbetrieb in den Städten, der mit der ganzen zivili- 
sierten Welt in Beziehung steht, verlangt eine große Zahl gebildeter 
Personen zur Mitwirkung als Buchhalter, Korrespondenten, Ingenieure, 
aber auch gut besoldeter, handwerksmäßig ausgebildeter Arbeiter, die 
durch ihre Löhne und den Anteil an ergänzendem Besitze einen neuen 
Mittelstand bilden. In der gleichen Weise sehen wir auch in Deutsch- 
land mit dem Großbetriebe in.dem privaten Beamtenstande einen neuen 
Mittelstand. herauswachsen, welcher mehr und mehr an die Stelle des 
alten Handwerkers tritt. Ganz besonders kommt aber hinzu, daß die 
Milliarden, die zinstragend in Papieren, Hypotheken, Aktien angelegt 
sind, mehr und mehr in die Hände der mittleren und auch der unteren 
Klassen eindringen und einen Zuschuß zu dem Arbeitsverdienst ergeben, 
worüber es leider noch an der nötigen Statistik fehlt, um dies ange- 
messen zu beleuchten. 
Von einer Verdrängung des Mittelstandes kann in unserer Zeit 
keine Rede sein, während zugleich die Lage der Arbeiterklasse sich 
fortdauernd durch Erhöhung des Lohnes und Ermäßigung der Preise 
der gewöhnlichsten Bedürfnisse, für welche die untere Klasse hauptsäch- 
lich ihr Geld ausgiebt, verbessert, Aber dabei kann sehr wohl ein ex- 
cremer Reichtum sich in einzelnen Händen entwickeln, der immerhin 
die Gesamtheit benachteiligend wirken kann. Ganz unzweifelhaft 
werden heutigen Tages schneller als früher große Vermögen gewonnen, 
wie das bei dem gewaltigen Umsatz in dem volkswirtschaftlichen Ver- 
kehre nicht anders zu erwarten ist. Das wird aber keine nachteilige, 
sondern nur eine erfreuliche Erscheinung sein, wenn diese Vermögens- 
bildung das Ergebnis hervorragender Leistungen und scharfer Arbeit ist, 
und ferner, wenn diese großen Vermögen wieder einem fortdauernden 
Verteilungsprozesse anheimfallen, nicht aber dauernd so konzentriert 
bleiben und nur die Genußsucht unterstützen. 
Auf Ver- Es ist nun eine ebenso verbreitete als irrige Auffassung, daß in 
teilung der der neueren Zeit die großen Vermögen mehr durch Spekulation oder 
zroßen Mn gar durch Schwindel und Betrug erzielt werden als durch redliche 
"rrande Arbeit. Daß solche Fälle vorkommen, kann nicht bestritten werden; 
Momente, sie bilden aber Ausnahmen. Zu den Höchstbesteuerten gehörten in 
Preußen Männer wie Krupp, Siemens, früher Borsig und andere große 
Industrielle, die der Gesamtheit durch ihre Leistungen den größten 
Nutzen gebracht haben, und auch Männer, wie der Gründer des Hauses 
Rothschild, Hansemann u. s. w. haben auf kaufmännischem Gebiete 
abenso hervorragende Erfolge von allgemein volkswirtschaftlicher Be- 
deutung aufzuweisen, wie Jene auf industriellem. Ihr Reichtum war 
nur der Lohn angestrengtester Arbeit und überlegener Intelligenz, 
Bedenken würde derselbe, wie gesagt, nur erregen, wenn er sich in 
dieser Höhe in Permanenz erhielte. Das ist aber durchaus nicht 
der Fall, so lange nicht künstliche Maßregeln die Zusammenhaltung 
bewirken, wie Verheiratung innerhalb eines engen Kreises von Fami- 
lien oder ein Erbrecht, welches das Erbe einem einzelnen Mitgliede 
ler Familie vorzugsweise oder ausschließlich zuwendet und die Ver-
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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