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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

— 315 — 
jugendlichen Alter hatte er sich in einem Artikel „Grain“ über die Be- 
günstigung der Manufakturen auf Kosten des Ackerbaues beklagt und 
darzulegen gesucht, daß dieser traurige Zustand hauptsächlich künstlich 
durch die unnatürliche Gebundenheit des Bauern herbeigeführt sei. Es 
war deshalb wohl erklärlich, daß das Zurückgreifen auf die Landwirt- 
schaft, als der eigentlichen Basis für die Volkswirtschaft, allgemeinen 
Anklang fand. Wir haben das Unnatürliche und Geschraubte des 
damaligen Polizeistaates auseinandergesetzt. Kein Wunder, wenn man 
in der völligen Beseitigung aller Schranken eine Erlösung sah, von 
der nur eine Besserung, aber keine Verschlimmerung zu erwarten 
3el. Kins der größten Uebel der Zeit war die Steuererhebung. Zum 
großen Teile war sie indirekter Natur, und wurde von dem Umsatze 
der hauptsächlichsten Nahrungsmittel im Inlande erhoben. Ein Teil 
der Steuern pflegte Steuerpächtern überlassen zu sein, die mit der 
größten Rücksichtslosigkeit die Eintreibung bewirkten und die Be- 
völkerung nach allen Richtungen hin schädigten. Der Gedanke 
einer Beseitigung dieses Krebsschadens und des Ersatzes durch eine 
einzige allgemeine Grundsteuer mußte deshalb als ein wirklicher Fort- 
schritt begrüßt werden. Eine praktische Bedeutung hat aber gerade 
dieser Vorschlag als Konsequenz des ganzen Systems niemals erlangt. 
Ein Versuch ist damit in drei Gemeinden in Baden gemacht. Die 
Klagen über die unerträgliche Last waren aber so bedeutend und wurden 
bald als so berechtigt anerkannt, daß man sich nach kurzer Zeit zur 
Beseitigung genötigt sah. 
Eine nachhaltige Bedeutung hat die physiokratische Lehre dagegen 
in der Aufstellung des Freihandelsprinzips gewonnen, welches nament- 
lich in England noch in demselben Jahrhundert einen weitgehenden 
Ausbau und feste Begründung erlangte, 
8 93. 
Die Vorläufer des Adam Smith. 
M. Klemme, Die volkswirtschaftlichen Anschauungen David Humes. Jena 1900. 
Hasbach, Untersuchungen über Ad. Smith und die Entwickelung der nnoli- 
schen Oekonomie. Leipzig 1891. 
Hatte in Frankreich Turgot sich mehr und mehr von den Ein- 
seitigkeiten des Merkantiliemus sowohl wie des Physiokratismus eman- 
zipiert, so geschah dies noch viel mehr in England, wo man bei der 
hohen Bedeutung von Handel und Industrie in jener Zeit naturgemäß 
vor einer Unterschätzung derselben und einer Ueberschätzung der 
Landwirtschaft der Quesnayschen Schule bewahrt blieb. Die eng- 
lischen Philosophen haben sich, wie Hobbes und Locke, von jeher 
in besonderer Weise mit nationalökonomischen F ragen beschäftigt. 
dasbach hat außerdem auf die Naturrechtslehrer Hugo Grotius 
and Pufendorf, dann Christian Wolff aufmerksam gemacht, 
welche einzelne nationalökonomische Fragen behandelt haben, die von 
Adam Smith verwertet sein können. Besonderen Einfluß haben 
aber naturgemäß seine Lehrer Hutcheson und David Hume auf 
ihn gehabt. Bei Ersterem finden wir die Arbeit als geeignetstes 
Preismaß aufgestellt. Seine Erörterungen über den Zins sind von 
aachhaltigem Werte gewesen, (Ganz besonders kommt hier aber 
David Hume in Betracht, der zugleich ein langjähriger intimer 
Freund des Begründers unserer Wissenschaft gewesen ist. mit dem er 
Aume.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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