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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

318 
Die beiden Hauptwerke Smiths behandelten zwei Teile des 
Cyklus seiner Vorlesungen, die mit der natürlichen Theologie begannen, 
daran die Ethik, das Naturrecht und die Politik knüpften. Sein erstes 
Werk behandelt den Gegenstand der Ethik, das zweite den größten 
Teil der Politik. Wir haben es hier zunächst nur mit dem zweiten 
zu thun und kommen nur am Schluß der Betrachtung auf das erstere 
Werk noch zurück. . 
Das Buch zerfällt in fünf Teile. Der erste behandelt hauptsäch- 
lich die Lehre vom Werte, vom Preise und von den Arten des Ein- 
kommens, der zweite die Lehre von der Produktion, der dritte die 
verschiedenen Arten gewerblicher Thätigkeit, der vierte den Handel, 
der fünfte die Finanzwissenschaft. 
Irsachen des Wie es der Titel‘ des Werkes besagt, sucht Smith darzulegen, 
Volkswohl- worin der Reichtum eines Landes besteht und wodurch er gefördert 
standes, erden kann. Der Reichtum besteht nach ihm in den fortdauernd 
neu erzeugten und zur Befriedigung der Bedürfnisse disponiblen 
Gütern, wobei der Wert der Güter entscheidend ist. In der Volks- 
wirtschaft kommt es nicht nur auf die natürliche Brauchbarkeit der 
Gegenstände an, sondern wie die Güter im Tauschverkehre geschätzt 
werden; also auf den Tauschwert. Auf Werterhöhung ist mithin die 
wirtschaftliche Thätigkeit gerichtet, in Werterhöhung besteht die Pro- 
duktion, und diese wird durch menschliche Arbeit bedingt. Die auf 
die Hervorbringung eines Gutes aufgewendete Arbeit bestimmte ur- 
sprünglich allein den Wert desselben, und da bei Ausbildung der 
Arbeitsteilung Jeder den größten Teil seiner Befriedigungsmittel der 
Arbeit Anderer verdankt, so richtet sich der Tauschwert einer Ware 
nach der Menge der Arbeit, die er damit eintauschen kann. Die 
Arbeit ist somit der Maßstab des Tauschwertes und bestimmte ur- 
sprünglich den Preis der Ware. Auf höherer Stufe der Kultur, nach 
Ausbildung des Privateigentums und der allgemeinen Anwendung des 
Kapitals bei der Produktion zerfällt aber der Preis der Ware in 
Arbeitslohn, Kapitals- und Grundrente, da auch für die mitbenutzten 
Produktionsfaktoren Grund und Boden und Kapital an die Inhaber 
derselben ein entsprechender Anteil abgegeben werden muß. Die 
Arbeit kann nun durch Arbeitsteilung produktiver gemacht und der 
Volkswohlstand gehoben werden, vor allem durch Verallgemeinerung 
der Arbeit, resp. Einschränkung der nichtproduzierenden Bevölkerung, 
wie sie besonders in den Mönchen, der übermäßigen Zahl von Dienst- 
personal, wie auch Beamten zu Tage tritt; dann durch Sparsamkeit 
und durch Einschränkung des Bedarfs, um Ueberschüsse zu erzielen 
und die Kapitalsbildung zu fördern. 
Arbeitslohn, Der Arbeitslohn findet in den notwendigen Lebensbedürfnissen 
des Arbeiters die untere Grenze und richtet sich nach dem Verhältnis 
der Nachfrage nach Arbeitskräften gegenüber dem Bestande derselben, 
Die Nachfrage aber wird durch den Vorrat an Kapitalien bestimmt, 
die Arbeitskräfte zu ihrer Verwertung gebrauchen, und dieser Vorrat 
ist wiederum bestimmend für die Höhe des Kapitalzinses. Mit dem 
zunehmenden Wohlstande und dem Anwachsen des Kapitales steigt 
daher der Lohn und sinkt der Kapitalzins. 
In der Wirtschaftspolitik kommt Smith zu demselben Ergebnis, 
wie die Physiokraten, indem er davon ausgeht, daß in dem wirtschaft- 
lichen Leben Naturgesetze walten, die man sich selbst überlassen 
müsse, Das Selbstinteresse des Einzelnen führe ihn von selbst darı.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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