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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

y 
nutzentheorie der Wiener Schule, Sie ist aber von Anfang an auf nicht 
aunerhebliche Opposition gestoßen. 
Das Formalistische in dem ganzen Vorgehen Thünens, das Ein- 
seitige der mathematischen Methode in ihrer Ausdehnung auf das so 
unendlich vielgestaltige wirtschaftliche Leben mußte sich bei der weiteren 
Verwertung auf verwickelte Probleme immer mehr fühlbar machen und 
sich als unzulänglich erweisen. Am wenigsten ist sein Weg geeignet, auf 
dem Gebiete der Volkswirtschaftspolitik Klarheit über die Aufgaben 
von Staat und Gesellschaft zu schaffen und gar ihr dabei bestimmte 
Grenzen zu ziehen; es zeigt sich vielmehr unthunlich, das Wirtschafts- 
leben in die mathematische Schablone zu zwängen. Das trat zu Tage, 
als Thünen es unternahm, eine Formel aufzustellen, nach welcher der 
Lohn normiert werden sollte, um die Lage der arbeitenden Klasse zu ver- 
bessern, Schon vor seinem großen Werk hat er in einer Abhandlung „ein 
Traum ernsten Inhalts‘ 1826 ausgesprochen, daß der Arbeiter einen zu 
geringen Teil des Nationalertrages erhalte, der Kapitalist einen zu großen, 
Er steht hier auf dem Malthus-Ricardo’schen Boden, daß der Ar- 
beiter einstweilen auf zu tiefer Stufe stehe, um von einer Lohnerhöhung 
etwas anderes zu erwarten als die Vermehrung der Volkszahl. Eine weit- 
gehende energische Schulbildung der unteren Klassen kann nach ihm 
hier eine Abhilfe schaffen. Er strebt aber nach einem Wege, schon 
jetzt die Lage des Arbeiters zu verbessern, besonders ihn in höherem 
Maße an den Fortschritten der wirtschaftlichen Kultur teilnehmen zu 
lassen, und sucht deshalb den Anteil festzustellen, den die Arbeitskraft 
neben Grund und Boden und Kapital an der Werterzeugung der ver- 
schiedenen Güter hat. Er will damit den naturgemäßen Lohn finden, 
der ihm nach seiner Leistung mit Recht zukommt, ihm in der Gegen- 
wart aber, wo das Verhältnis von Angebot und Nachfrage entscheidet, 
zu Gunsten des Kapitalisten entzogen wird. Bezeichnet man das ge- 
meinsame Produkt von Kapital und Arbeit mit „P‘“, den zum Unter- 
halt des Arbeiters nötigen Betrag mit „A“, so berechnet Thünen 
den naturgemäßen Lohn gleich VAP. Hiernach steigt dann allerdings 
der Anteil des Arbeiters mıt jeder Zunahme des Ertrages in einer be- 
stimmten Proportion, und darauf kam es Thünen an. Er war so 
durchdrungen von der Bedeutung seiner Formel, daß er sie auf seinen 
Grabstein gesetzt zu haben wünschte, Gerade sie hat aber keine An- 
hänger gefunden; vor allem, weil der Verschiedenheit der Arbeit und 
deshalb ihrer Leistung für den Ertrag gar nicht Rechnung getragen 
wurde, In unserer Eintwickelungsperiode aber differenziert sich die 
Arbeit immer mehr und damit auch der Anteil, welcher der Arbeits- 
leistung an dem Gesamtwerte der Produkte zuzusprechen ist. Un- 
möglich kann hier dieselbe Formel überall zur Anwendung gelangen. 
Thünens Bedeutung liegt nach allem nicht hier, sondern in der 
Aufstellung seiner Methode und dem Bilde des isolierten Staates, welches 
zur Untersuchung verschiedenartigster wirtschaftlicher Probleme An- 
wendung finden kann. 
8 101. 
Die individualistischen Gegner der Smithschen Schule. 
a) Jean Charles L6onard, Simonde de Sismondi. 
Elster, Simonde de Sismondi, Jahrb. f. Nat,-Oekon. N. F., Bd. XIV, 1887, 
Schon bald nach dem Erscheinen des großen Adam Smithschen 
Werkes, welches eine fast allgemeine Begeisterung erweckt hatte, 
Normierung 
les Arbeits- 
lohnes.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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