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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

— 348 — 
Würdigung 
seiner 
Leistungen. 
Seine Lehre. 
das Wort redete. 1843 gründete er das Zollvereinsblatt, worin er 
nicht nur für die Erweiterung des Zollyereins, die (jründung einer 
deutschen Flotte und Errichtung von Bundeskonsulaten eintrat, sondern 
zuch eine Menge anderer Fragen eingehend erörterte, auf welche Weise 
Deutschlands Entwickelung gefördert werden könnte. Aber überall 
stieß er auf Opposition, was ihn in hohem Maß verbitterte. Zugleich 
antergrub ein körperliches Leiden seine Widerstandskraft. Von Sorgen 
aller Art gequält, nahm er sich am 30. November 1846 in Kufstein 
selbst das Leben. 
Wir sind auf das Leben dieses Mannes ausführlicher eingegangen 
als bisher, weil seine Erlebnisse ungemein charakteristisch für die 
zanzen Zeitverhältnisse sind. 
Im Laufe der Zeit ist immer mehr anerkannt, daß List eine 
abensolche Bedeutung für die volkswirtschaftliche Entwickelung Deutsch- 
lands gehabt hat, wie für die Wissenschaft, In ersterer Hinsicht 
anterliegt es keinem Zweifel, daß er zu den bedeutsamsten Vor- 
ırbeitern des deutschen Zollvereins gehört und für die Ausbildung 
aines Eisenbahnnetzes an den verschiedensten Orten Wesentfliches ge- 
leistet hat. Heutigen Tages ziemt es besonders in den Vordergrund 
zu stellen, daß er vor mehr als 60 Jahren mehr als irgend ein Anderer 
den nationalen Gedanken in Deutschland populär gemacht hat und ihn als 
jedeutsamer Agitator auf den verschiedensten Gebieten zu verwirk- 
:ichen bestrebt gewesen ist. In seinem glühenden Patriotismus ist bei 
ihm das Streben, sein Vaterland groß zu machen, überall der Aus- 
zangspunkt seiner Handlungsweise, Ueberaus tragisch ist es, zu ver- 
folgen, wie er trotz seiner Erfolge überall Undank erntet und schließ- 
lich daran zu Grunde geht. Wohl hatte die damalige deutsche Klein- 
lichkeit und Engherzigkeit mit die Schuld daran, aber doch in der 
Hauptsache er selbst mit seinem ungestümen, schroffen Wesen, indem 
2r zwar in idealer Weise das Endziel in das Auge faßte, aber doch, 
Jabei häufig die nächsten Aufgaben zu sehr in den Hintergrund treten 
üeß. So wurden Konflikte unvermeidlich, die doch hauptsächlich in 
jer Eigenart seiner Natur zu suchen sind, in Eigentümlichkeiten, die 
las Korrelat der bedeutenden Eigenschaften des Mannes bildeten. Seine 
schriftstellerische Bedeutung verdankte er der klaren, packenden Schreib- 
weise, wodurch er wesentlich zur Popularisierung der Nationalökonomie 
beigetragen hat, Dann wirkte er wesentlich durch die Anwendung der 
historischen Methode, durch welche er überall seine Behauptungen zu 
stützen suchte und seine Gegner zwang, gleichfalls auf die Geschichte 
zu rekurrieren; hauptsächlich aber machte er Eindruck, indem er auf 
Grund der Kenntnis des praktischen Lebens auch die praktische Nutz- 
anwendung seiner theoretischen Aufstellungen versuchte. Er ist der 
Begründer der modernen Schutzzolltheorie, die von der Wissenschaft 
wie von der Praxis immer allgemeiner acceptiert wird. 
Die Schranken seines Könnens ergeben sich daraus, daß er als 
Autodidakt auftrat. Er hatte nicht die allgemeinen historischen Kennt- 
ısse, die sein Vorgehen voraussetzte. Manche Uebertreibungen und 
Einseitigkeiten, über die man sich gegenwärtig aber leicht hinfortsetzen 
kann, sind aus seiner agitatorischen Thätigkeit zu erklären. 
Die Entwickelung der Volkswirtschaft vollzieht sich nach ihm 
überall in der gleichen Weise. Die erste Stufe ist das Jäger- und 
Hirtenleben, die zweite der Agrarstaat, die dritte der Agrar-Manufaktur- 
staat, die vierte der Agrar-Manufaktur- und Handelsstaat. Auf der
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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