Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Nationalökonomie (Teil 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

— 352 — 
ist, wird erst der als Sozialist anzusehen sein, welcher das Kollektiv- 
eigentum als die Regel, Privateigentum nur als Ausnahme verlangt, 
während der, welcher eine Erweiterung des Staats- und Gemeindebe- 
3itzes verlangt, soweit derselbe nur eine Ausnahme bleibt, um be- 
stimmte Zwecke besser erreichen zu können, den individualistischen 
Boden nicht verläßt; sonst kommt man eben dazu, Jeden als Sozialisten 
zu bezeichnen und ihn eventuell damit zu diskreditieren, der irgend eine 
Veränderung unseres Erbrechts oder unserer Besitzverhältnisse anstrebt. 
Hier sind wir aber bereits zu dem Punkte gelangt, wo wir den 
Ausdruck „Kommunismus“ von dem des „Sozialismus“ scheiden müssen, 
denn wir können in keiner Weise die Behauptung Georg Adlers 
HA. W. d. St.) und Grünbergs (Wörterb. d. VE als 
richtig anerkennen, daß in dem gegenwärtigen Sprachgebrauch beide 
Ausdrücke als völlig gleichbedeutend angenommen sind, wenn auch 
zuzugeben ist, daß früher eine solche Scheidung gewöhnlich nicht ge- 
macht wurde, Niemand bezeichnet heutigen Tages Marx, Lassalle 
u. s. w. mehr als Kommunisten ; jeder nennt sie dagegen Sozialisten. 
Eisenhart hält allerdings die Ausdrücke nicht genügend ausein- 
ander. Mit vollem Rechte spricht R. Stammler von einer kommu- 
nistischen Richtung im Anarchismus, während ein sozialistischer 
Anarchismus ein Unsinn ist. Der Sozialismus setzt einen fest organi- 
sierten Staat voraus, der Anarchismus dagegen negiert denselben. 
Kommunismus aber kann ohne staatliche Regelung bestehen. Es muß 
deshalb hier ein ganz bestimmter Unterschied vorliegen, und er scheint 
uns nicht schwer zu finden. Kommunismus ist nichts anderes als 
Gütergemeinschaft; eine Gesellschaft, in der völlige Gütergemeinschaft 
herrscht, ist eine kommunistische. Die Gütergemeinschaft kann aber 
eine vollständige oder eine unvollständige sein. Sie kann sich auf be- 
stimmte Güterkategorien beschränken. Ein sozialistischer Staat kann 
Kommunismus an den Produktionsgütern durchführen, wie das aller- 
dings erstrebt wird. Es kann bekanntlich kommunistischer Gemeinde- 
besitz bestehen, während daneben beschränktes Staatseigentum und 
ausgedehntes Privateigentum die Grundlage in der Eigentumsverteilung 
bildet und daher von einem sozialistischen Staate gar nicht die Rede 
ist. Der neuere sogenannte wissenschaftliche Sozialismus erstrebt nur 
Verstaatlichung der Produktionsmittel, nicht aber der Konsumtions- 
mittel. Wenn aber auch die letzteren zur Kollektivierung gezogen 
werden, so bildet sich allerdings ein vollständiger Kommunismus aus, 
der also das äußerste Extrem des Sozialismus nach dieser einen Rich- 
zung ausmacht. 
Vergesell- Es scheint uns aber nicht die Behandlung des Eigentums allein als 
ıchaftung des Maßstab für die Anwendbarkeit des Begriffes Sozialismus angesehen 
mirtschaft- werden zu können. Ganz allgemein tritt in der sozialistischen Richtung 
erebes” das Streben hervor, den privatwirtschaftlichen Betrieb durch den staat- 
lichen oder gesellschaftlichen zu ersetzen, um die freie Konkurrenz ein- 
zuschränken oder zu beseitigen. Die Art der Durchführung bildet natür- 
lich nur ein sekundäres Moment. Die ältere Richtung verlangte Ver- 
staatlichung des Betriebes, die neuere dagegen Vergesellschaftung. 
Das Ziel all dieser Maßregeln ist, weitgehende Gleichheit des 
Lebensgenusses allen Gliedern der Bevölkerung zu teil werden zu 
lassen. Ueberall tritt in sozialistischen Schriften dieser Gedanke her- 
vor, daß die gegenwärtige Güterverteilung eine ungerechte sei, daß 
die große Masse der Bevölkerung nur ein verkümmertes Dasein führe. 
Kommunis- 
mus.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Nationalökonomie. Fischer, 1902.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.