Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Nationalökonomie (Teil 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

— 30 
Betrieb der Fabrik gewonnen werden, All dies giebt dem Lande eine 
Ueberlegenheit allen Konkurrenten gegenüber, die nur ausnahmsweise 
ausgeglichen werden kann. Ebenso verdanken in Deutschland das 
Königreich Sachsen und Westfalen ihre Industrie dem Reichtum an 
unterirdischen Schätzen. Kine blühende Landwirtschaft wird in der 
Lüneburger Haide schwer zu erzielen sein. Ein Boden, wie die russi- 
sche Schwarzerde, die ohne Düngung Jahrzehnte die reichsten Ernten 
zewährt, wird hierin stets eine Ueberlegenheit über minder fruchtbare 
Gegenden bedingen. Wenn man in Finnland in einem Dezennium nur 
auf drei günstige Ernten rechnet, weil die Nachtfröste zu häufig die 
Saaten zerstören, während man in der Umgegend von Neapel in einem 
Jahre dem Boden mit ziemlicher Sicherheit drei Ernten abgewinnen 
kann, so ist dadurch der gewaltige Unterschied gekennzeichnet, den 
die natürlichen Bedingungen der Landwirtschaft als Grundlage ge- 
währen. Doch darf man die Bedeutung derselben für höhere Kultur- 
stufen auch nicht überschätzen. 
Einfluß des Wenn Justus von Liebig einmal sagt: „Immer und zu allen 
Tensohen auf Zeiten ist es der Boden mit seiner Fruchtbarkeit gewesen, der über 
*° 49°. gas Wohl und Wehe seiner Völker entschieden hat“, so ist das für 
Jie neuere Zeit jedenfalls nicht mehr zuzugeben. Der Boden in Baby- 
lonien, Egypten, Griechenland und Spanien ist heute noch ebenso 
fruchtbar, wie vor zweitausend Jahren — obwohl Liebig dieses be- 
streitet —, und doch ist die Blüte jener Länder dahingeschwunden ; 
und sie können heutigen Tages mit von der Natur weit stiefmütter- 
äicher behandelten Ländern nicht konkurrieren. Mexico, Rumänien, die 
Türkei, Polen haben weit fruchtbareren Boden und zum Teil weit güns- 
tigeres Klima als „des heiligen römischen Reiches Sandbüchse“, hinter 
dem sie in wirtschaftlicher Kultur gleichwohl sehr bedeutend zurück- 
stehen. Die Mittel unserer Kulturstufe sind so gewaltige, daß sie dem 
thatkräftigen Menschen die Möglichkeit gewähren, die Ungunst der 
Natur in hohem Maße auszugleichen. Die fruchtbaren Gegenden des 
Öderbruchs und der Weichsel, die holländischen Polder nördlich von 
Groningen und in dem alten Haarlemer Meere sind erst durch mensch- 
liche Kunst und Arbeit dem Wasser abgewonnen. Die Moorgegenden 
bei Groningen sind in derselben Weise in fruchtbares Ackerland ver- 
wandelt; und wohlhabende Dörfer stehen da, wo früher eine Oede war, 
wie sie diesseits der preußischen Grenze unter gleichen Bedingungen 
zum größten Teil noch heute daliegt. Reine Sandschollen sind in 
ler Umgegend von Berlin und Danzig durch Berieselung in äußerst 
fruchtbare Felder verwandelt, wie auch in Flandern reine Sandstrecken 
Jurch intensive Kultur zur Tragung reicher Ernten gebracht sind. Schon 
vor zwei Jahrhunderten hat Frankreich in großer Ausdehnung den 
Mangel an natürlichen Wasserstraßen durch Kanäle zu ersetzen gewußt, 
und heutigen Tages ist man durch die Eisenbahnen imstande, sie noch 
erheblich zu überflügeln. Reiche Industrie hat sich in Sandgegenden 
angesiedelt, wie in Berlin, Luckenwalde und im Gebirgslande wie im 
sächsischen Erzgebirge, dem Schwarzwald, im Jura, und jedes Jahr- 
zehnt eröffnet uns neue Wege, um durch menschliche "Thatkraft zu 
schaffen, was die Natur freiwillig nicht gewährt hat, 
Wir kommen zu dem Ergebnis, daß zwar die natürlichen Ver- 
hältnisse einen großen Einfluß auf die Gestaltung der Volkswirtschaft 
ausüben und der wirtschaftlichen Entwickelung gewisse Grenzen ziehen, 
daß aber, je höher die Kulturstufe ist, um so weiter sich auch der
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Nationalökonomie. Fischer, 1902.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.