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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

nm 
metalle, welche daher auch allgemein zur Herstellung der Münze, also 
als das hauptsächlichste Geld benutzt werden. Auch in den entlegensten 
Gegenden wird das Edelmetall seines Glanzes wegen gerne gesehen 
und wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit überall zur Anfertigung von 
Schmuckgegenständen benutzt, so daß dasselbe nicht nur im grauen 
Altertum, sondern in der Gegenwart bei den primitivsten Völkerschaften 
geschätzt und gern genommen wird, und wo es bis dahin nicht bekannt 
war, sich schnell einbürgert. Man kann also sicher sein, überall damit 
Gegenstände eintauschen zu können. Gerade das Gold besitzt einen 
sehr hohen Wert und wird deshalb in der neuesten Zeit immer allge- 
meiner zur Herstellung der Hauptmünze benutzt. Es büßt nichts an 
seinem Werte ein, auch wenn es in kleine Atome zu Staub zerteilt, 
oder als Goldschaum in die dünnsten Plättchen ausgehämmert wird. 
Es 1äßt sich selbst unter den ungünstigsten Verhältnissen J ahrtausende 
lang aufbewahren, ohne darunter erheblich zu leiden und ohne von 
Luft und Feuchtigkeit angegriffen zu werden, wie Münzen, die noch 
aus dem alten Rom stammen, beweisen, da sie noch ihr künstlerisches 
Gepräge vorzüglich bewahrt haben. Auch Gold und Silbergeräte, die 
Jahrtausende in der Erde vergraben gelegen haben, vermögen, wie der 
Hildesheimer Silberfund beweist, mit Leichtigkeit ihren früheren Glanz 
und ihre Schönheit wieder zu erlangen; sie verloren nicht ihren Wert. 
Nur eine Eigenschaft geht auch ihnen ab, nämlich, überall als brauch- 
bares Wertmaß zu dienen, welches erhaben über Raum und Zeit zur 
Wertvergleichung in verschiedenen Zeiten und Ländern in genauer Weise 
zu gebrauchen ist, worauf wir noch zurückzukommen haben werden. 
Wie aus dem oben Gesagten hervorgeht, ist es die Hauptaufgabe 
der Münze, den Tausch zu vermitteln und damit den Verkehr Zu eT- 
leichtern. Wir haben es mit einem Taus chwerkzeug zu thun, 
welches an volkswirtschaftlicher Bedeutung den Maschinen an die Seite 
zu stellen ist, welche die industrielle Thätigkeit unterstützen, sowie den 
Schiffen und Lokomotiven, einfachen Wagen etec., welche dem Verkehre 
dienen. 
Wie ist aber das Geld den anderen wirtschaftlichen Gütern gegen- 
über aufzufassen ? 
Die Merkantilisten im 16. und 17. Jahrhundert legten dem Gelde 
eine fast unbedingte Kaufkraft bei, Sie faßten es vom privat- 
wirtschaftlichen Standpunkte auf und meinten, daß durch Ansammlung 
des Geldes ebenso ein Land wie ein Privatmann sich bereichern könne, 
und daß es daher die Aufgabe. sei, in das Land künstlich Gold und 
Silber hineinzuziebhen und als Münze in Umlauf zu setzen. Sie über- 
sahen den Warencharakter, der auch dem Edelmetalle innewohnt, und 
die Preisrevolutionen in dem 16. Jahrhundert in Spanien, im 17. im 
übrigen Europa, lieferten den Beweis, daß das aus Amerika herüber- 
gezogene Gold und Silber sich mehr und mehr entwertete, und damit 
die Kaufkraft des Geldes abnahm. David Hume faßte es zu aus- 
schließlich als Wertmaß auf, dessen Anhäufung den Wohlstand ebenso 
wenig über ein gewisses Maß hinaus im Lande fördern könne, wie 
eine starke Vermehrung der Längenmaße und Gewichte. Er verglich 
das Geld auch mit dem Maschinenöl; wie durch dieses die Maschine 
einen leichteren Gang erhält, so der volkswirtschaftliche Verkehr durch 
das Geld als Tauschvermittler, Adam Smith legte dem Gelde zu 
unbedingt den Warencharakter bei, ohne der Eigentümlichkeit desselben 
genügend Rechnung zu tragen. Ein Unterschied liegt unbedingt darin, 
Gegensatz 
von Geld und 
Ware
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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