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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

— 993 — 
Trotz der Koalitionsverbote haben sich nun in England schon in 
dem 18. Jahrhundert fortdauernd Arbeitervereine gebildet, die ‚schon 
erwähnten Gesellenverbände reichen sogar um mehrere Jahrhunderte 
zurück, — denn es lassen sich eben geheime Verabredungen nicht 
unterdrücken. Nur ist es eine Thatsache, dass sie leicht bösartigen 
Charakter annehmen, wenn sie sich nur im Dunklen entwickeln können, 
während sie ihre Bösartigkeit verlieren, wenn alle Vorgänge von der 
hellen Sonne des Tages beleuchtet werden. So zeigt es sich, dass 
jene alten Verbände sehr zu Gewaltthätigkeiten neigten, die wider- 
strebenden Elemente mit Gewalt zur Beteiligung zwangen und die 
Arbeitgeber oft durch Verbrechen schädigten. Man griff daher zu der 
Beseitigung des Verbotes ausdrücklich in der Hoffnung, dadurch eine 
Besserung dieser Zustände zu erzielen, die auch durchaus erfüllt wurde. 
Die ungünstige Lage der Arbeiter konnte eben nur gebessert 
werden durch eine Organisation derselben zu gemeinsamem Auftreten 
dem Arbeitgeber gegenüber; und das wurde immer bedeutsamer und 
notwendiger, je mehr sich der Grossbetrieb ausbildete, und je grösser 
daher die Zahl der von einem Arbeitgeber beschäftigten Arbeiter war. 
Traten nun die 100 Arbeiter einer Fabrik geschlossen dem Unter- 
nehmer mit der Forderung einer Lohnerhöhung, Beseitigung bestimmter 
Strafbestimmungen oder sonstiger missliebiger Anorduungen gegenüber, 
so verfügten sie über die gleiche Macht, wie jener, ja vielfach über 
eine noch grössere, und es war nun für sie möglich, durch ihr ge- 
schlossenes Vorgehen allmählich ihre Lage zu verbessern. Man muss 
gestehen, dass es allein dem Gefühl der Gerechtigkeit entspricht, dem 
Arbeiter diesen Weg frei zu lassen, und dass es begreiflicher Weise 
die grösste Erbitterung hervorrufen musste, wenn an ihm sein natür- 
liches Recht vorenthielt, resp. verkümmerte. Freilich führt die Koali- 
tionsfreiheit für die Klasse der Arbeitgeber grosse Unbequemlichkeiten, 
ja in der Zeit des Uebergangs nicht unerhebliche Gefahren mit sich. 
Auf Grund der erlangten Freiheit haben sich dann in allen 
in betracht kommenden Ländern in wachsendem Masse Arbeitervereine 
entwickelt, denen wir eine nähere Betrachtung schenken müssen. 
Am frühesten, und deshalb auch bei weitem am wirkungsvollsten 
ist die Entwicklung in England gewesen, in den sogenannten Trade- 
Unions. Zunächst bildeten sie sich als lokale Fachvereine einzelner 
Gewerke, wie z. B. der Maschinenbauer aus, die dann aber bald eine 
Zentralisierung suchten, und sich vielfach über ganz England erstreck- 
ten, mitunter mehrere 100 Zweigvereine umfassend. An die Spitze 
jedes Vereins wurde ein Vorstand gestellt, der die Interessen der Ge- 
sammtheit dauernd zu vertreten hatte. Regelmässige Geldbeiträge 
statteten ihn mit den nötigen Hülfsmitteln aus. Die Aufgaben waren sehr 
verschiedenartige. Vor allem übernahmen die Vereine die Unterstützung 
der Mitglieder, also die Ausbildung von Versicherungskassen für Fälle 
von Krankheit, Tod, namentlich dann von Arbeitslosigkeit, und hierauf 
wurde sehr bald der Schwerpunkt gelegt, denn hierbei handelt es sich 
nicht nur um Arbeitslosigkeit in Folge ungünstiger Konjunkturen, son- 
dern namentlich in Folge von Strikes, und hierauf beruhte allmählich 
ihre hauptsächlichste Bedeutung. Damit ging Hand in Hand die Or- 
ganisation eines Arbeitsnachweises, um eine angemessene Verteilung 
der Arbeitskräfte herbeizuführen, sie aus denjenigen Orten fortzuziehen, 
LTrade-Unions.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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