Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

289 — 
Haft der Arbeitgeber nach dem Beispiele der Eisenbahngesetzgebung. 
Dadurch wären aber mit einem plötzlichen Ruck die Schultern derselben 
in bedenklicher Weise belastet worden; denn es handelte sich dabei 
nicht nur um reiche Fabrikanten, sondern auch um kleine Handwerker, 
z. B. mit Motorbetrieb, dann um Bauern, welche durch einen Unglücks- 
fall für eine oder gar für mehrere Familien den Unterhalt zu übernehmen 
haben konnten. Der zweite Weg, der offen stand, war der der 
Zwangsversicherung gegen Unfall für die in Betracht kommenden 
Arbeiterkreise. Derselbe schloss den Vorteil ein, dass dadurch der 
Arbeiter in jedem Falle seinen Unterhalt zugesichert erhielt, auch dann, 
wenn das Unglück durch höhere Gewalt herbeigeführt war. Nur, wenn 
dem Arbeiter die Absicht der Herbeiführung des Unglücks nach- 
yewiesen wurde, konnte man im Zweifel sein, ob ihm auch dann die 
Wohlthat zugesichert werden sollte; und davon hat man mit Recht 
Abstand genommen, als man zunächst in Deutschland diesen letzteren 
Weg betrat. 
Am 8. März 1881 wurde im Reichstage ein Gesetzentwurf vor- 
gelegt, durch welchen die Unternehmer haftpflichtiger Betriebe ver- 
pflichtet sein sollten, ihre Arbeiter und Betriebsbeamten gegen die 
wirtschaftlichen Folgen von Betriebsunfällen sämtlich zu versichern. 
Die Versicherung sollte eine grosse Reichsversicherungsanstalt nach 
festen Prämientarifen unter Berücksichtigung der Gefahrenklassen über- 
nehmen. Die Kosten sollten zwischen Unternehmern, Arbeitern und 
dem Reiche geteilt werden. Der Reichstag nahm in der Hauptsache 
die Vorlage an, verwarf aber den Reichszuschuss und die Reichsver- 
sicherungsanstalt, welche er durch Landesversicherungsanstalten er- 
ersetzen wollte. Dadurch kam die Vorlage zu Falle. 
Schon am 8. Mai 1882 wurde ein zweiter Gesetzentwurf vor- 
gelegt, welcher die Reichsversicherungsanstalt durch mehr lokalisierte 
Genossenschaften, die sich den Gefahrenklassen anschliessen sollten, 
ersetzte. Die unmittelbare Beteiligung der Arbeiter an den Zahlungen 
wurde beseitigt und dafür die Karenzzeit auf 13 Wochen zu Lasten 
der Krankenversicherung festgesetzt. Die Arbeiter sollten durch be- 
sondere Ausschüsse an der Selbstverwaltung der Genossenschaften 
beteiligt werden. Das Reich war mit 25%, der Beiträge belastet, 
60%, hatten die Unternehmer der betreffenden Gefahrenklassen, 15%, 
die Berufsgenossenschaften zu decken. Auch dieser Entwurf gelangte 
nicht zur Annahme. Erst im Jahre 1884, am 6. Juli kam das Unfall- Das Unfall- 
versicherungsgesetz zustande, welches seitdem mehrfache Ergänzungen versicherungs- 
und Modifikationen erfahren hat. Eine Novelle vom 28. Mai 1885 setz 
zog die Bauarbeiter in den Kreis der Versicherungspflichtigen; die 
Novelle vom 5. Mai 1886 die land- und forstwirtschaftlichen Arbeiter. 
Das umfangreiche Gesetz vom 30. Juni 1900 enthält eine völlige Neu- 
bearbeitung und abermalige Ergänzung des ganzen Gesetzes. Prin- 
zipielle Aenderungen sind darin nicht enthalten, aber es ist eine aber- 
malige Erweiterung des Bereiches der Versicherung, eine massvolle 
Erhöhung der Versicherungsleistungen und eine Vereinfachung der 
Verwaltung angestrebt und auch erreicht. Wir gehen danach zur 
Darstellung der gegenwärtigen Bestimmungen über, 
Der Versicherungszwang erstreckt sich nach dem ersten Gesetze Ausdehnung 
anf die Arbeiter (ohne Rücksicht auf die Höhe des Lohnes) und die des Zwanges, 
Konrad. Grundriss d. Dpolit. Oekonontie. II. Teil. 3, Aufl 19
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.