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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

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Pflanzenwachstums zu berücksichtigen, Die Pflanzen müssen so auf- 
ainander folgen, dass einmal die nötige Zeit zum Präparieren des 
Bodens verbleibt, indem zum Beispiel auf Winterung Sommerung oder 
Hackfrüchte folgen, vor dem Wintergetreide oder Oelfrüchten Schwarz- 
oder Kleebrache etc. Dann werden die Früchte in ihrer Folge so 
ausgewählt, dass sie in ihrem Bedarf an Pflanzennährstoffen im Boden 
sich möglichst ergänzen. Auf Getreide, welches viel Phosphorsäure 
gebraucht, folgen Kartoffeln, die besonders Kali beanspruchen, und in 
ähnlicher Weise finden Leguminosen und Futterkräuter, die Humus und 
Stickstoff im Boden anhäufen, als Vorfrucht für Getreide Platz. 
Dieses Wirtschaftssystem zeigt deshalb je nach den Verhältnissen 
des Bodens und Klimas, aber auch nach den Arbeiter- und Preisver- 
hältnissen ausserordentlich viele Variationen. Das Land ist bald nur 
in 4, 5, bald in 12 und noch mehr Felder geteilt, und dementsprechend 
Varliert der Wechsel der Früchte. Es stellt an die Intelligenz und 
Sachkenntnis des Landwirts sehr viel höhere Ansprüche, und es können 
sehr tiefgreifende Fehler dabei begangen werden. Dagegen ist es ein 
bedeutsames Mittel zur Erhöhung der Erträge, Es ist damit zugleich 
die Möglichkeit gegeben, die reine Brache zu vermindern, wo es das 
Klima zulässt, sie ganz zu beseitigen und z. B. durch Kleebrache zu 
ersetzen, die eine ganz andere Nutzung gewährt. 
Infolgedessen ist mehr Arbeit und Kapital zur Durchführung er- 
forderlich. Der Boden muss in kürzerer Frist und weit gründlicher 
durchgearbeitet werden, als bei der Dreifelderwirtschaft, Es sind mehr 
Arbeiter und mehr Zugvieh dazu nötig. Die grössere Fruchttragung 
verlangt eine stärkere Düngung, deshalb muss ein grösserer Viehstand 
gehalten werden. Der erweiterte Futter- und Hackfruchtbau gestattet 
aber auch die Haltung eines solchen und emanzipiert in höherem Masse 
von Wiesen und Weide, Sogar ohne dieselben kann reichliches Vieh 
ernährt werden. Jetzt ist die Stallfütterung durchzuführen, wodurch das 
Vieh weit besser gehalten und gleichmässiger ernährt werden kann. Daher 
Sestattet sie, Mast und Molkerei zu einer weit höheren Nutzung zu 
bringen, Besonders wird dadurch von demselben Viehstande ein sehr 
viel grösserer Betrag an Dünger erzielt (wir haben auf denselben 
Gütern ohne Erhöhung des Viehstandes eine Verdreifachung des 
Düngerquantums festgestellt), der auch bei der besseren Fütterung einen 
Sehr viel grösseren Gehalt besitzt. Die Folge davon ist eine erheb- 
liche Steigerung der Ernteerträge, nicht nur in der Gesamtheit, sondern 
auch pro Hektar der einzelnen Frucht. Das finanzielle Ergebnis der 
Wirtschaft ruht jetzt nicht mehr so ausschliesslich in dem Getreide. 
Der Viehstand, Handelsgewächsbau, oder auch landwirtschaftliche Ge- 
werbe, wie Brennerei, Zuckerfabrikation, gewinnen daneben an Be- 
deutung, Durch sie kann allmählich die Ernährung durch tierische 
Produkte weiter um sich greifen und auch den unteren Klassen zu 
3ute kommen. So hat der Uebergang zu diesem Wirtschaftssystem 
auch soziale Bedeutung. 
. 4. Neben den beiden letzten bisher betrachteten Systemen geht 
in denjenigen Gegenden mit Niederungsboden, auf Gebirgsterrain oder 
bei klimatischen Verhältnissen, welche den Graswuchs begünstigen, die 
Feldgraswirtschaft her. Es wechseln dabei mehrere Jahre des 
Graswuchses mit einzelnen Jahren des Getreide- oder Hackfruchtbaues 
Feldgraswirt 
schaft. 
7) ak
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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