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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

379 — 
burg nach den Hansastädten, wie nach dem slavischen Nordosten. 
Als Gegenstück zu den italienischen Handelstädten und sich mit ihnen 
die Hand reichend entwickelten sich an der Nord- und Ostsee die 
Hansastädte, die den Bund der Hansa stifteten und ihre Faktoreien 
in England wie in den skandinavischen Reichen und nach Russ- 
land hin vorschoben. 
Eine gänzliche Verschiebung fand dann, wie schon an anderer 
Stelle ausgeführt, in dem Verkehre mit dem Orient durch die Ent- 
deckung des Seeweges nach Ostindien stati, unterstützt durch die 
Entdeckung des Kompasses, wodurch der gesamte Schiffsverkehr eine 
besondere Anregung erhielt, und seitdem mehr und mehr den Aussen- 
handel zu entwickeln und zu übernehmen imstande war. Portugal 
und Spanien waren es bekanntlich, die dieses in erster Linie mit 
grösster Energie und Erfolg übernahmen und daher auch die über- 
seeischen Entdeckungen machten und diese zuerst auszunutzen in der 
Lage waren. Sie wurden nun die hauptsächlichsten Handelsmächte, 
während der Stern der italienischen Städte mehr und mehr ver- 
blasste. Auch die Hanseaten vermochten die wachsende Konkurrenz 
von Holland und England, die dann auf den Weltmarkt traten, 
nicht zu überwinden, weil ihnen die Unterstützung eines offenen Hinter- 
landes und eines mächtigen Reiches fehlte. 
In dem sich nun in den folgenden Jahrhunderten ausbildenden 
Wettlauf und Wettkampfe blieben dann bekanntlich die Engländer 
Sieger, die durch das rücksichtslose Vorgehen auf Grund der Navi- 
gationsakte vor allem die Niederlande erdrückten, während Por- 
tugal und Spanien an innerer Entartung von selbst zurückgingen. 
Eine Zeit lang, aber nur vorübergehend, übernahm Frankreich 
die Führung. Nach dem Unabhängigkeitskriege der Vereinigten 
Staaten, welcher hauptsächlich die Folge des von England ausge- 
übten Ausbeutungssystems der Kolonien war, sahen sich diese Länder 
genötigt, den ausschliesslichen Verkehr mit ihren überseeischen Kolonial- 
gebieten mehr und mehr freizugeben, wodurch sich ein regerer Handels- 
verkehr entwickeln konnte. Unter dem Einfluss der Erfindungen des 
letzten Jahrhunderts, der Ausbildung des KEisenbahnnetzes und des 
Dampfschiffverkehres konnte der internationale Austausch einen bisher 
nie geahnten Aufschwung gewinnen, und die Durchführung des Frei- 
handelssystems in England und seinen Kolonien leistete dem den wirk- 
samsten Vorschub, so dass der Aussenhandel vor allen Dingen in Eng- 
land selbst den Binnenhandel an Umfang längst überflügelt hat, und 
dies auch in anderen Staaten wohl in nicht zu langer Zeit geschehen 
wird, wodurch der modernen Handelspolitik neue Aufgaben gestellt 
werden. 
Diese Aufgaben sind naturgemäss andere für den ausländischen 
als für den Binnenverkehr. Für beide aber wird als Grundlage anzu- 
nehmen sein: vor allem Verbesserung der Kommunikationsmittel, Ver- 
minderung der Zollschranken und Entwicklung des Bankwesens, worauf 
wir hier nicht näher einzugehen haben. Kine direkte Unterstützung 
des Binnen- und Detailhandels hat sich in der neueren Zeit gleichfalls 
als unnötig erwiesen, sondern es kommt nur die allgemeine Förderung 
durch Begünstigung der Fachbildung in Betracht. Für dieselbe ist in 
der neueren Zeit ein reves Interesse erwacht, indem neben den mittleren 
Neuere Zeit. 
[andelspoli- 
ische Auf- 
gaben. 
Tachschulen.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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