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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

482 
<onnten und denjenigen, die nicht den Nachweis ausreichender Existenz- 
nittel führen konnten, die Eheschliessung nicht gestatteten. Wir be- 
znügen uns hier ein schr charakteristisches Beispiel herauszugreifen. 
In Bayern verbot die Landes- und Polizeiordnung von 1616 
Aufnahme und Verehelichung von Dienstboten, Tagelöhnern und sonst 
mvermögenden Leuten; ebenso in Württem berg 1712. Das bayrische 
Strafgesetzbuch von 1751 bedrohte mit Prügelstrafe Jeden, der sich 
>hne obrigkeitliche Erlaubnis trauen liess und sich nicht ernähren 
sonnte. Im Jahre 1818 wurde auf dem Lande das Heiraten unange- 
jessener Leute von der Einwilligung der Gemeinde unabhängig gemacht, 
ıber nicht von der der Staatsbehörden. 1828 und 1834 wurde jedem 
Staatseinwohner, welcher nicht einen Titel zur Ansässigmachung in 
uner Gemeinde hatte, die Verehelichung verweigert. Ans polizeilichen 
Rücksichten konnte sie aber auch den mit dem Titel Versehenen verweigert 
werden, Den Titel zur Ansässigmachung erhielt, wer die Gewerbe- 
<onzession oder schuldenfreien Grundbesitz bis zu gewisser Höhe hatte. 
Vo der Nachweis fehlte, hatte die Gemeinde ein absolutes Ablehnungs- 
recht. Aehnliche Bestimmungen finden sich in Württemberg 1833 
and 1852, 
In Bayern diesseits des Rheins darf seit 1868 «lie Verehelichung 
nes Mannes nur auf Grund eines von der Distriktsbehörde seiner Heimats- 
gemeinde darüher ausgestellten Zeugnisses geschehen, dass kein Ehe- 
'indernis besteht. Diese Ehehindernisse sind nach dem Gesetze: 1) wenn 
zegen einen der Beteiligten öffentliche Klage wegen Vergehens oder 
Verbrechens erhoben ist; 2) wenn einer verurteilt ist und die Strafe 
noch nicht abgebüsst hat; 3) wenn einer wegen Verbrechens zu 
Zuchthausstrafe oder wegen Verbrechens oder Vergehens gegen die 
Sittlichkeit, wegen Diebstahl etc. zu mindestens 4 Wochen Freiheitsstrafe 
verurteilt ist, oder innerhalb der letzten 8 Jahre mindestens dreimal 
wegen Arbeitsscheu, Bettelns oder Landstreicherei verurteilt ist, und seit 
Verbüssung noch nicht drei Jahre vergangen sind; 4) wenn der Mann 
in den letzten drei Jahren öffentliche Armenunterstützung beansprucht 
öder erhalten hat; 5) wenn ein Teil noch an die Gemeinde: oder Armen- 
xasse mit Leistungen rückständig ist; 6) wenn der Mann entmündigt 
der über sein Vermögen das Konkursverfahren eröffnet ist. 
In Deutschland ist ausser in Bayern nach $ 1 des Bundesgesetzes 
vom 4. Mai 1868 jedes Ehehindernis aus wirtschaftlichen und polizei- 
lichen Rücksichten gefallen. 
Die gänzliche Freigebung der Eheschliessung schliesst die Gefahr 
'eichtsinniger Familiengründung in sich, welche in der Gegenwart un- 
zweifelhaft viel Unheil anrichtet, Es werden dadurch zu frühe Nieder- 
lassungen begünstigt, welche die Betreffenden nachher in eine traurige 
Lage bringen. 
Bedenken Aber jedes Eingreifen von seiten der Staatsgewalt hat gerade hier 
;egen polizei. ausserordentliche Bedenken. Es lassen sich Keine Normen finden, 
aedarn welche allgemeinere Bedeutung haben und nicht viele Verhältnisse 
* schädigen und persönliche Interessen verletzen. Ganz unthunlich er- 
scheint es aber in unserer Zeit, dem persönlichen Urteil einzelner Be- 
amten die Entscheidung zu überlassen, ob die persönlichen und mate- 
riellen Garantien geboten werden, um eine Kheschliessung gefahrlos 
arscheinen zu ‘lassen ‚und sie zu gestatten oder nicht. Denn nichts
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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