Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

Herren Voraussetzte, war nach der Einbürgerung des römischen Rechts 
dem Ritter die Möglichkeit geboten, die Abhängigkeit wesentlich zu 
verschärfen, Namentlich nach den Wirren des dreissigjährigen Krieges 
and der damit verbundenen Verarmung des ganzen Landes wurden 
dem Bauern willkürlich die Lasten und Abgaben in bedeutendem Masse 
erhöht, und war auch seine Stellung zwar niemals rechtlich eine Leib- 
sigenschaft, so wurde sie doch faktisch zu einer solchen ausgebildet. Der 
Bauer durfte ohne die Erlaubnis des Herren sein Land nicht verlassen, 
loch konnte er von Haus und Hof vertrieben werden, sobald er seinen 
Verpflichtungen nicht voll und ganz nachkam, und bei der willkürlichen 
Erhöhung dieser Lasten konnte dieses sehr leicht geschehen und auch 
willkürlich herbeigeführt werden. Die Kinder des Bauern hatten die 
dienstliche Stellung anzunehmen, die ihnen der Herr anwies. Die Ver- 
heiratung wurde ihm nur gestattet, wenn eine entsprechende Stelle 
‘rei wurde, und der Herr die Erlaubnis gab. Seit der Ritter infolge 
der Finrichtung von Soldheeren nicht mehr selbst in das Feld zu 
:ücken brauchte, waren statt der Dienstleistungen Steuern an die Staats- 
gewalt zu entrichten, die aber der Ritter in der Hauptsache auf den 
Bauern abzuwälzen wusste. Die ihm nun gebliebene Musse benutzte 
, um selbst die Landwirtschaft zu betreiben. Er war deshalb be- 
Strebt, sein Ackerland zu erweitern, teils durch Rodungen, teils durch 
Einziehung des bäuerlichen Landes. Dadurch verminderte sich die 
Zahl der Bauern, und die übrig gebliebenen hatten um so mehr Hand- 
und Spanndienste zu leisten, um die ritterschaftlichen Ländereien zu 
bewirtschaften. Für das eigene Land blieben nur unzulänglich Kräfte 
übrig, und erst dann konnte dasselbe beackert und abgeerntet werden, 
wenn das Herrenland besorgt war. Stiegen aber gleichwohl die Er- 
träge des Bauern, so wurden ihm grössere Abgaben im Zehnten, dem 
Besthaupt als Abgaben vom Erbfalle, Laudemien ete. auferlegt. Kein 
W under, wenn unter solchen Verhältnissen der landwirtschaftliche Be- 
trieb darniederlag. Der Bauer selbst hatte kein Interesse daran, eine 
bessere Wirtschaft einzuführen, das Ergebnis kam doch weniger ihm, 
als dem Grundherren zu gute. Der ritterschaftliche Besitz wurde durch 
Szwungene Arbeit nur widerwillig und schlecht bearbeitet. So war 
auf dem europäischen Kontinente sehr allgemein die Landbevölkerung 
Yerarmt, geknechtet, der Betrieb durch die Gemenglage und die Ge- 
Meinheiten in höchstem Masse erschwert, der Ertrag gering. In den 
östlichen Provinzen des jetzigen Preussens, dann namentlich in Schwe- 
lisch-Pommern und Mecklenburg, wo die Regierungen‘ dem Bauern 
2och im 18, Jahrhundert den Schutz versagten, war ein übergrosser 
Teil des bäuerlichen Territoriums eingezogen und hatte sich der Gross- 
xrundbesitz und Gutsbetrieb entwickelt, resp. wesentlich erweitert. 
5 13 Verhältnisse. 
= : erhäa 
. „ der gutsherrlich-bäuerlichen die Umgestaltung der 
Die Lösung fhebung der En Petersburg 1861. 
1 : vig-Holstein. z « 
Oi Auerlichen Vera in Schlesw Ka nSß Leipzig 1863. Kos. Ber. 
Swtsherrlich-bäuer Die Grundentlastung in Deuts des preussischen Staates. ; 
Set Ti Landeskulturgesetzgebung € ; > Aufl 
Emräler, AG tswissenschaften. 2. . 
ar B befreiung, Handwörterbuch der Staatsw 
Art. Bauern , 
Jena 1899.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.