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Nationalökonomie (1.1915)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (1.1915)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886443912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236258
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
1.1915
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1915
Scope:
XVI, 460 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (1.1915)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
  • Index

Full text

— 110 
währung übergegangen, die am 1. Januar 1908 in Wirkung ge- 
treten ist. 
Untersuchen wir nach dieser Darstellung der tatsächlichen Ver- 
hältnisse die theoretische Seite der Frage, 
8 36, 
Die theoretische Grundlage der Währungsfrage. 
e Das Natürliche und Wünschenswerte ist unzweifelhaft, daß ein 
jichen Basis für Metall die Grundlage für den gesamten internationalen Handelsverkehr 
Melon Venatio pi]det, also das gleiche Währungsmetall in der gesamten zivilisierten 
Welt akzeptiert wird. Denn jede Verschiedenheit zwischen zwei in 
Handelsbeziehungen stehenden Ländern erschwert die Zahlung und 
bringt Schwankungen in den Wert der Zahlungsmittel, wodurch die 
Spekulation zu einer unsicheren wird. Das Bedürfnis, mit den Län- 
dern, mit welchen die hauptsächlichsten Handelsbeziehungen bestehen, 
die gleiche Zahlungsgrundlage zu erlangen, veranlaßte Deutschland, 
im Jahre 1871 die Silberwährung aufzugeben und die Goldwährung 
zu akzeptieren, die in England bestand und die Basis für die inter- 
nationalen Zahlungen bildete. Solange Deutschland die Silberwährung 
hatte, war es darauf angewiesen, die Vermittlung der englischen 
Banken bei allen überseeischen Zahlungen in Anspruch zu nehmen, 
wo das Gold die Grundlage bildete. Erst nachdem auch Deutschland 
die Goldwährung akzeptiert hatte, hat es begonnen, direkt die Zah- 
lungen zu bewirken, und erspart damit die Vermittlungsgebühr, die 
es bisher in bedeutenden Summen an die englischen Banken zahlen 
mußte. Sehr begreiflich ist es daher, daß in der Gegenwart auch 
die anderen Länder danach streben, dieselbe Basis für die inter- 
nationalen Zahlungen zu erlangen. 
Der zweite Grund zur Akzeptierung der Goldwährung liegt in dem 
schon früher berührten Umstande, daß bei der wachsenden Wohl: 
habenheit mehr und mehr das Bedürfnis hervortritt, zu einem wert- 
volleren Zahlungsmittel überzugehen, weil bei den bedeutenderen Be- 
trägen, die fortdauernd auszugleichen sind, die Kaufkraft des Silbers 
sich als zu gering erweist. Es entspricht daher dieser Uebergang 
zur Goldwährung nur der natürlichen historischen Entwicklung, 
Deutschland fand Anfang der 70er Jahre nicht nur auf dem Welt- 
markt das nötige Quantum Gold, sondern erhielt zum großen Teile 
durch die Milliardenzahlung unmittelbar die nötige Kaufkraft, um die 
700000 Pfad. Gold, die es zur Ausprägung des Bedarfs an Goldmünzen 
gebrauchte, vom Auslande zu beziehen. Ebenso lagen in den letzten 
Jahren die nötigen Quantitäten Gold infolge der gewaltigen Pro- 
duktionssteigerung in diesem Metalle vor, um es auch den anderen 
Ländern, wie Oesterreich und Rußland leicht zu machen, den 
nötigen Bedarf zum Uebergange zur Goldwährung zu beschaffen. 
Wenn so unzweifelhaft augenblicklich Bedenken gegen die allge- 
meinere Annahme der Goldwährung nicht vorliegen, und sich irgend- 
welche schlimmen Folgen bisher in keiner Weise ergeben haben, so 
ist nicht gesagt, daß nicht für die spätere Zukunft Umstände zu er- 
warten sind, welche das gegenwärtige Vorgehen bedenklich erscheinen 
lassen und eine Aenderung nötig machen. Diese Aenderung könnte 
nur nach der Richtung der Doppelwährung gehen, aber niemals
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1915.
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