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Nationalökonomie (1.1915)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (1.1915)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886443912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236258
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
1.1915
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1915
Scope:
XVI, 460 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (1.1915)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
  • Index

Full text

17 
Teil des Lebensbedarfs durch Arbeit und Tausch aus dem Besitze 
Anderer genommen werden muß, 
Das Bedürfnis und die Seltenheit sind neuerdings von Karl Menger 
and seiner Wiener Schule, Wieser, Böhm-Bawerk, dann von 
Patten, Gide und Anderen nach dem Vorgange von Gossen, 
Jevons und Heinrich von Thünen, als entscheidend angenommen 
in „der. Ausbildung der N OT theorie: Sie 
beruht auf der Voraussetzung, daß auf unserer Kulturstufe” die Dring- 
lichkeit des Bedürfnisses in der Privatwirtschaft wie .in_ der Volks-. 
wirtschaft für die Werthöhe bestimmend sei, Die Bedürfnisse stufen 
Sich nach dieser Auffassung in Ihrer Dringlichkeit.ab. Je.mehr. der. 
Vorrat ausreicht, auch die weniger dringlichen zu befriedigen, um. so_ 
geringer werden die Befriedigungsmittel ım Werte geSCHätZL.n nun 
Roh Bawerk wählt das Beispiel der Einzelwirtschaft eines 
Farmers, der seinen Erntevorrat außerordentlich hoch schätzt, wenn 
derselbe nur ausreicht, um die nötigsten Nahrungsbedürfnisse der Familie 
zu befriedigen. Alles Andere wird bei ihm im Vergleich zum Getreide 
bedeutungslos dastehen. Wenn dagegen in einem anderen Jahre die 
Ernte ausreicht, um nicht nur die Menschen zu ernähren, sondern auch 
in angemessener Weise den Viehstand zu erhalten, so wird das Ge- 
treide schon nicht in dem gleichen Werte stehen. Wenn er aber 
genügend geerntet hat, um außerdem Papageien zu füttern, die er zu 
seinem Vergnügen hält und zieht, so wird der ganze Vorrat nur nach 
dem Maßstabe dieses letzten Aufwandes geschätzt werden, d. h. außer- 
ardentlich gering, Dies trifft in isolierter Wirtschaft allerdings Zu. 
Es wird auch auf manche Verhältnisse in der Volkswirtschaft zu über- 
tragen sein, vielleicht auf die Schätzung der Ernte eines ganzen Landes, 
und es ist unzweifelhaft ein Verdienst jener Schule, wieder die Auf- 
merksamkeit auf das bedeutsame Moment der Dringlichkeit des Be- 
dürfnisses gelenkt zu haben. Wir können uns aber nicht davon über- 
zeugen, daß diese Art des Urteilens überall in der Volkswirtschaft 
vorliegt, und daß die Dringlichkeit das allein bestimmende Motiv ist. 
Unter unseren tatsächlichen volkswirtschaftlichen Verhältnissen greift 
vielfach unzweifelhaft die Berücksichtigung der Herstellungskosten be- 
stimmend ein. Die Fabrikanten, welche beobachten, daß mehr Ware 
produziert ist, als untergebracht werden kann, halten darum noch nicht 
den ganzen Vorrat für entwertet, sie bringen nur so viel auf den 
Markt, als zu einem angemessenen Preise Absatz finden kann, und 
vernichten nur den kleinen Rest, der allein entwertet ist, während 
nach der Grenznutzentheorie bei eingetretenem Ueberfluß der ganze 
Vorrat wertlos sein soll. Wiederholt ist es dagewesen, daß in über- 
reichen Ernten ein Teil des Getreides dem Mäusefraß und sonst dem 
Verderben verfiel, noch niemals hat die Geschichte aber von einem 
Beispiel berichtet, daß in einer Volkswirtschaft das Getreide keinen 
Preis hatte. Sehr häufig werden größere Auflagen von Büchern ge- 
iruckt, als Absatz finden können, dadurch ist aber noch niemals die 
ganze Auflage wertlos geworden. In der Volkswirtschaft vollziehen 
sich die Verhältnisse nicht so einfach wie in der isolierten Wirtschaft, 
Die Reibungen im praktischen Leben bringen durchgreifende Ver- 
schiebungen hervor. Man hat ferner nur bei wenigen Gegenständen 
gleiche Qualität, _ Wo diese aber “ungleich ist, vermindert sich die 
Wirkung der Quantität, Ebenso führen auftauchende Surrogate wesent- 
liche Wertverschicbungen herbei, 
Conrad, Grundriß der polit. Oekonomie. 1. Teil. 8. Aufl. 
Die Grenz- 
1ıutzentheorie.
	        

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Study Week on the Econometric Approach to Development Planning. North-Holland Publ. Co. [u.a.], 1965.
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