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Nationalökonomie (1.1915)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (1.1915)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886443912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236258
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
1.1915
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1915
Scope:
XVI, 460 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (1.1915)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
  • Index

Full text

—_ 4A — 
ist das Kapital als Produktionsfaktor aufzufassen und der Natur an 
die Seite zu setzen. Begreift man auch die Konsumtionsgüter darunter, 
so fällt in der Hauptsache der Begriff des Kapitals mit dem des Ver- 
mögens zusammen, und der letztere reicht allein vollständig aus. Hier- 
nach ist das Wohngebäude für den Eigentümer, wenn er es allein be- 
nutzt, wohl Teil des Vermögens, aber nicht des Kapitals. Wenn dagegen 
der Fabrikant Gebäude an seine Arbeiter überläßt, so sind diese für 
ihn, und somit auch vom volkswirtschaftlichen Standpunkte Kapital. 
Es gehören ferner dazu die große Masse der Werkzeuge und 
Maschinen, welche die menschliche Arbeitskraft zu unterstützen be- 
stimmt sind, wie die Zange die Greifkraft der Hand erhöht, sei es 
das kleine Instrument des Zahnarztes oder die gewaltige, mit Kette 
and Dampfmaschinen gehandhabte Zange, welche die glühenden Panzer- 
platten durch die Walzen hindurch zu zerren hat, um sie zusammen- 
zuschweißen: so das Mikroskop und Fernrohr, die Sehkraft des Men- 
schen zu unterstützen, das Jagdgewehr oder die Kanone, um das Wurf- 
geschoß auf die gewaltigste Entfernung mit größter Treffsicherheit zu 
schleudern. Sie gehören unter dieselbe Kategorie der durch den 
Menschen hergestellten Produktionsmittel, die seine wirtschaftliche 
Leistungsfähigkeit in der neueren Zeit so enorm gefördert haben. 
Es zählt dazu aber auch die Kohle zur Dampferzeugung, das Getreide 
als Saatgut und Viehfutter, wie als Nahrungsmittel für die Arbeiter, 
aber nur vom volkswirtschaftlichen Standpunkte, während es von dem 
des Arbeiters aus Konsumtionsmittel ist. Kapital ist auch der Vieh- 
stand des Landwirts, sowohl die Zugtiere wie das Milch- und Mast- 
vieh, während die Luxustiere daraus ausscheiden. 
Nachdem wir unseren Standpunkt in dieser Weise klar zu legen 
gesucht haben, wollen wir eine Anzahl Definitionen hervorragender 
Autoritäten dem gegenüberstellen. Turgot und Mac Culloch legen 
den ganzen Schwerpunkt auf das Vielhaben. Sie verstehen darunter 
einen großen Vorrat zur Nutzung. Adam Smith, Schäffle, Mac- 
leod nehmen die Art der Verwendung zur Grundlage und zum Aus- 
gangspunkt. Roscher nennt Kapital jedes Produkt, das zu fernerer 
Produktion aufbewahrt wird, während uns nicht das Aufbewahren das 
Charakteristische zu sein scheint, sondern die Bestimmung des Gegen- 
standes. Adolf Wagner versteht darunter Erwerbsmittel vom Stand- 
punkt des Besitzers, wonach also auch die Naturkräfte und inneren 
Eigenschaften als Kapital erscheinen. Nach Knies ist Kapital der 
für eine Wirtschaft vorhandene Bestand von Gütern, welcher zur Be- 
friedigung des Bedarfs in der Zukunft verwendbar ist. Hiernach um- 
faßt das Kapital nicht nur Produktionsmittel, sondern auch mit Wagner 
Erwerbsmittel, und noch darüber hinaus Konsumtionsmittel, also alle 
Bestandteile des Vermögens. Hermann nennt Kapital die Grundlage 
einer Nutzung, die Tauschwert hat. Diese Richtung hat Karl Menger 
weiter verfolgt und in origineller Weise eine eigene Definition aufge- 
stellt, die unzweifelhaft sich dem Sprachgebrauch am meisten nähert, 
(Schmoller schließt sich ihm in der Hauptsache an.) Er versteht 
darunter Geldbeträge, welche der Einkommensbildung gewidmet sind, 
Nach seiner Auffassung ist nicht der Ursprung das Maßgebende, sondern 
die Nutzung. Er sieht von der wirtschaftlichen Form ab und berück- 
sichtigt allein den Wert. Es fällt nach .ihm das Kapital mit dem 
Begriff des Stammvermögens einer Erwerbswirtschaft zusammen, und 
nur der Teil des Vermögens ist von ihm nicht als Kapital angesehen, 
Verschiedene 
nffassung des 
Kanitals.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1915.
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