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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

192 Erstes Buch. Land, Leute und Technik. 
die Talente der technischen Praxis sich gegenseitig in die Hände arbeiten, ohne daß man 
sicher scheiden kann, ob das größere Verdienst um den technischen Fortschritt bei der 
Wissenschaft oder bei der Praxis sei. 
77. Die ersten technischen Fortschritte; die ältesten Waffen und 
Werkzeuge, das Feuer und die Töpferei. Wir werden annehmen, daß es 
Menschen ohne Werkzeuge und Feuerbenutzung einstens gegeben habe. Gefunden hat 
man in historischer Zeit nie solche. 
Waffen und Werkzeuge waren ursprünglich identisch, haben erst nach und nach 
sich differenziert. Wir haben ihre Entstehung schon besprochen. Wir verstehen unter 
einer Waffe und einem Werkzeuge ein dem Menschen zum Kampf oder zur Arbeit 
dienendes äußeres Hülfsmittel bestimmter Gestaltung aus Holz, Knochen, Stein oder 
Metall, welches zufällig in passender Form gefunden, in der Regel vom Menschen 
absichtlich hergestellt wurde, und nun durch die ein- für allemal gethane Arbeit der 
Erfindung alle künftige Wirksamkeit der menschlichen Glieder verstärkte, erleichterte, 
konzentrierte. Die Herstellung von solchen erschöpft nicht die älteren technischen Fort— 
schritte; allerlei Methoden z. B. der Nahrungsfürsorge, das Früchtesuchen und -Schonen, 
die Feuerbewahrung und anderes bedurften zunächst keines Werkzeuges zur Durchführung. 
Aber auch diese Fortschritte wurden, wie alle Bekämpfung der Feinde und alle Ärbeit, 
doch meist bald durch irgend welche äußere Veranstaltung, wie die Feuerbenutzung durch 
den Herdbau, die Vorratsammlung durch Töpfe und Tierbälge erleichtert. 
Holzstücke, besonders in Stabform, gewisse Knochen groößerer und kleinerer Tiere, 
einzelne Schilfarten und Steine hat der Mensch zuerst als Werkzeug benutzt. Der 
Stab diente als Stütze beim Marsch, als Waffe gegen Tier und Feind, als Hebel, als 
Hülfe zum Lastentragen, als Gerüst für die erste Hütte, als Grabstück zum Wurzelsuchen; 
am Feuer gespitzt wurde er zum Spieß, an einer Seite verstärkt zur Keule, durch Ein— 
setzung von Fischzähnen zur Lanze. Der rohe Stein diente zum Werfen, später zur 
Schleuderwaffe; in bestimmter Form zum Offnen von Schalen, zum Stoßen und 
Hämmern. In der Bearbeitung passender Steine, Geweihe, Holzstücke und Knochen 
und ihrer Verbindung lag unendliche Zeiträume hindurch der technische Fortschritt. 
Durch Schleifen, Polieren, Meißeln, Durchbohren der Steine gelang es, schmälere und 
breitere, glatte und dicke, kürzere und längere Steine herzustellen, sie zu Messern, Beilen, 
Meißeln, Hämmern, Schabinstrumenten und Mahlsteinen, Lanzen- und Pfeilspitzen zu 
gestalten. Die Untersuchung dieser Steinbearbeitung bildet einen Hauptteil der vor— 
geschichtlichen Forschungen. Die Benutzung der Steinwerkzeuge und Waffen (neben den 
metallischen) reicht bis tief in die historischen Zeiten hinein, zumal im Norden; nach 
Rougemont in Deutschland bis ins 6. —7., in Irland bis ins 8. und Y, in Schott— 
land bis ins 18., in Böhmen bis ins 14. Jahrhundert. Die ungeschiedenen Arier 
werden wesentlich nur Stein- und Holzwerkzeuge neben wenigen Stücken aus Kupfer 
oder Erz besessen haben. Ahnlich die Pfahlbauer der Schweiz 8000 — 4000 v. Chr. 
Die niedrigsten Völker haben sie heute noch; Australien, die Südseeinseln, ein großer 
Teil Amerikas bejaßen nichts anderes bei ihrer Entdeckung. Die Afrikaner freilich sind, 
seit wir sie kennen, fast alle schon im Besitze von Eisen gewesen. 
Mit verbesserten Steinwaffen und -Werkzeugen lernte der Mensch sich besser gegen 
Feinde und Tiere verteidigen und schützen; er fügte zu den Angriffs- die Schutzwaffen, 
er baute Wälle und Hütten, richtete sich in Höhlen ein, verstand Tausende von starken 
Pfählen ins Wasser einzurammen, sie zu geschützten Pfahlbaudörfern zu benutzen. Indem 
er die Jagdmethoden durch sie verbesserte, kam er wenigstens etwas mehr über die 
Gefahr des Verhungerns hinweg. Vor allem haben die verbesserten Fischfaugmethoden, 
die ersten ausgehöhlten, als Schiffe dienenden Baumstämme, die Nehze und Harpunen 
ihm das Leben am Wasser erleichtert. Man hat gesagt, die Fischnahrung und das Feuer 
hätten dem Menschen erst gestattet, sich etwas weiter über die Erde zu verbreiten. — 
Ob der Mensch das Feuer erst als Abbild der Lichtgottheiten verehrt (wie L. Geiger 
meint) oder gleich seinen Nutzen erfaßt habe, wollen war dahingestellt sein lassen. 
Jedenfalls steht die Feuerverehrung, das Priestertum und die Magit bei vielen Raffen
	        

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Begriff. Psychologische Und Sittliche Grundlage. Literatur Und Methode. Land, Leute Und Technik. Die Gesellschaftliche Verfassung Der Volkswirtschaft. Duncker & Humblot, 1901.
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