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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Die neueren Fortschritte der Eisen- und Stahltechnik. 217 
Stahls) stieg 1370 -590 von 12 auf 27 Mill. Tonnen (Großbritannien 1890 8, 1897 
8,7 Mill., Deutschland 1890 4, 1899 8,1 Mill., die Vereinigten Staaten 1870 1,6, 
1890 9,3, 1898 11,7 Mill. Tonnen). Die durchschnittliche jährliche Produktion der 
immer riesenhafteren Hochöfen stieg 1889 —90 in England auf 18408, in den Vereinigten 
Staaten auf 27 000 Tonnen; einzelne erhoben sich auf 48 000. Die Stahlproduktion 
hatte fich von 1867 bis 1890/91 in England von 0,1 auf 8,6, in Deutschland von 
nicht ganz 0,089 auf 2,3 Mill. Tonnen gesteigert, während die Schweißeisenproduktion 
in diesen Ländern stabil geblieben oder zurückgegangen war. Der Verbrauch von Eisen 
uund Stahl aller Art war in Deutschland 1840 47 12,5, 1861 -65 26, 1890 99, 
1896 -98 131 Kg auf den Kopf, in Großbritannien 1861 -65 134, 1891 -95 176 kg, 
in den Vereinigten Staaten in diesen Epochen 26 und 128,8 ke, während er 1890-95 
in Frankreich noch auf 40, in Hsterreich auf 25, in Rußland auf 12, in Ostindien 
wahrscheinlich auf 1-2 Kg stand. 
Der Eisen- und Stahlverbrauch, der früher und noch jetzt in den ärmeren Ländern 
auf wenige Werkzeuge und Waffen beschränkt war, dient jetzt zu allem: wir belegen 
die Straßen mit Eisen, bauen unsere Schiffe, einen großen Teil unserer Wohnungen 
und Werkstätten aus Stahl und Eisen. Dabei ist der Rohstoff durch die verbesserte 
Technik immer billiger geworden, während daneben die Veredelung und Verfeinerung 
in immer komplizierteren Werkzeugen, Maschinen und Gegenständen aller Art demselben 
einen immer größeren, teilweise hundert- und tausendfachen Wert verleiht. 
Die modernsten Hütten-, Eisen- und Stahlwerke, wie die Kruppschen in Deutschland 
mit ihren 44000 Arbeitern und Beamten, die Carnegie Steel-⸗Company in Pennsylvanien 
sind wohl die technisch vollendetsten der modernen Riesenanstalten, wo ein Stab wissen— 
schaftlich-technischer Kräfte alle denkbaren Fortschritte der Ehemie, der Physik, der 
Mechanik auf die wirtschaftliche Produktion anwendet und zugleich bemüht ist, sie Tag 
für Tag durch neue Versuche zu verbessern. 
Nur etwa die heutigen Maschinen- und Werkzeugfabriken, die Eisenbahnwagen— 
und Schiffsbauanstalten könnten technisch noch über sie gestellt werden, weil sie die 
feinere Verarbeitung in Händen haben. Sie sind freilich nicht so riesenhaft wie jene 
und im Detail ihres Arbeitsprozesses nicht so fein gegliedert wie die Textilindustrie. 
Ihre Entwickelung aber ist das sicherste Symptom eines wirtschaftlich hoch entwickelten 
Landes geworden. Sie verbreiten durch ihre Erzeugnisse die Wirkung der Maschinen— 
technik so ziemlich auf alle Zweige wirtschaftlicher Thätigkeit. 
Während es im 18. Jahrhundert nur handwerksmäßige Schlosser, Mühlen- und 
Webstuhlbauer gab, entstand von 1790 -1820 in England, 1815 - 40 in den kon⸗ 
tinentalen Landen ihr Anfang. Auch in England gab es 18001810 nur — wie 
Fairbairn erzählt — drei gute Maschinenfabriken, die kleine Dampfmaschinen von 8—50 
Pferdekräften bauten; auch in Deutschland traf man 1840— 60 noch wenig große und 
specialisierte Maschinenfabriken; die heute mit 2—10000 Arbeitern thätigen Anstalten 
hatten damals 50—200. Viele unserer größten und besten gehbren erst den letzten 
30 Jahren an, wie auch unsere besten Schiffswerften, Lokomotiv- und Wagenbauanstalten. 
Wir dürfen aber hierbei nicht verweilen, ebensowenig auf die großen technischen 
Fortschritte in all' den anderen Zweigen wirtschaftlicher Thätigkeit eingehen, welche 
nirgends ganz fehlen, in manchen den hier angeführten Fortschritten der Textil- und 
Eisengewerbe gleich kommen, z. B. in der chemischen, der Papier-⸗, der Nahrungs⸗, Be— 
leuchtungsindustrie, in den polygraphischen Gewerben, der Buchdruckerei, um von den 
gesamten Verkehrsgewerben zu schweigen, deren technische Fortschritte jeder aus eigener 
Erfahrung kennt. Nur über die älteste und wichtigste wirtschaftliche Thätigkeit, die 
Landwirtschaft, sei noch ein Wort erlaubt. 
Auch sie ist natürlich von den Fortschritten der Chemie und Mechanik nicht 
unberührt geblieben. Die alte Dreifelderwirtschaft, welche nur 20 — 400/0 des Areals 
bebaute, den Rest als Brache und Weide nützte, hat seit 1770 an einzelnen Stellen, 
seit 18350 allgemeiner in den dichtbevölkerten, wohlhabenden Gebieten dem Fruchtwechsel 
Platz gemacht, der jährlich die ganze Flur beackert, die Viehnahrung durch Haäck— und
	        

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