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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Die wirtschaftliche Funktion und Einordnung der Kleinfamilie in die Volkswirtschaft. 247 
Wir kommen specieller auf diese Gefahren und auf die socialistischen Pläne, welche 
im Anschluß an diese Tendenzen überhaupt die Familienwirtschaft aus unserer gesell— 
schaftlichen Verfassung hinausweisen wollen, im folgenden Paragraphen. Hier sei nur 
noch ein allgemeines Wort über das schwierige Problem beigefügt, die Anforderungen 
der Familienwirtschaft und der arbeitsteiligen Thätigkeit ihrer Glieder in die rechte zeit— 
liche und räumliche Verbindung überhaupt zu bringen. Das Problem existierte im 
patriarchalischen Haushalt, wo Wohnung und Produktionsstätte zusammenfiel, eigentlich 
noch gar nicht. Da war es leicht, anzuordnen, daß jeder zur rechten Zeit bei jeder 
Arbeit, jedem Zusammenwirken, auf dem Ackerfelde, beim Kirchgange, beim Essen, beim 
Schlafen war; die Familienglieder sahen sich stets, kontrollierten sich stets, lebten sich 
ganz ineinander ein. Die moderne Familie und ihre Wohnung ist heute gleichsam 
nicht mehr ein selbständiges Ganzes, sondern ein untergeordneter Teil einer Stadt, 
eines Dorfes, eines Bergwerkes, einer Großunternehmung; die Familie wohnt für sich, 
oft mit einigen Dutzend anderen Familien, oft mit allen möglichen Werkstätten und 
Läden, die sie nicht angehen, in einem und demselben großen Hause; sie wohnt meist an 
anderer Stelle, oft sehr weit entsernt von den Berufsplätzen, wo ihre Glieder arbeiten. 
Sie sendet dieselben in die Schule, in die Fabrik, ins Bureau, auf die Acker- und 
Waldarbeit. Alle diese verschiedenen Thätigkeiten liegen örtlich zerstreut, oft weit aus— 
einander; jede hat für sich eine eigenartige Zeiteinteilung, kümmert sich um die der 
Familienwirtschaft und der anderen Organe nicht. Jedes derselben verfolgt einseitig 
seine Zwecke; und doch ist das zu verwendende Personenmaterial allen gemeinsam; es 
ist oft unmöglich, daß es zugleich allen den widersprechenden Aufgaben ohne Konflikte 
und Reibungen nachkomme. Der Unternehmung wird oftmals Nacht- und Sonntags— 
arbeit frommen, die Familie wird dadurch geschädigt. Die ganze räumliche Anordnung 
der Wohnungen, der Arbeitsstätten, der Schulen ꝛc., die ganze Zeiteinteilung, die 
gesamten Geschäfts- und sonstigen Ordnungen, die sich die einzelnen Organisationen 
geben, müssen eigentlich ineinander gepaßt sein, ein harmonisches Ganze ausmachen, 
wenn die Gesellschaft gedeihen, die Unternehmungen und die Familien nicht geschädigt 
werden sollen. Die Bautechnik, Verkehrs- und Wohnungsversassung unserer großen 
Städte und Fabrikorte ist dem freilich unendlich schwierigen Problem trotz der zahlreichsten 
Anläufe noch entfernt nicht ganz gerecht geworden, alle Werkstätten, alle Schulen, alle 
Wohnungen so zu legen, ihre Lebensordnungen so zu gestalten, daß die Mitglieder 
derselben Familie sich so oft als nötig zusammenfinden können, daß die Unerwachsenen 
stets unter der rechten Kontrolle stehen. Die rechten Kompromisse zwischen den Erziehungs-, 
Produktions- und Familieninteressen, die neuen Ordnungen des gemeinsamen Zusammen—⸗ 
wirkens können erst in langen Kämpfen und Erfahrungen gewonnen werden. Nur sitt⸗ 
lich und intellektuell höher stehende Menschen sind den schwieriger gewordenen Aufgaben 
überhaupt gewachsen. Daher die allgemeinen Klagen über ungesunde, unglückliche 
Familienverhältnisse, die im Altertume wie in der Neuzeit überall sich erheben, wo 
große Scheidungsprozeß zwischen der Familienwirtschaft und den anderen neuen Organen 
einsetzte. Einer der beredtesten Ankläger unserer Zeit in dieser Richtung ist Le Play. 
Aber wenn er die mangelnde Stabilität des heutigen Familienlebens beklagt, wenn er 
schildert, daß die Kinder heute meist nicht werden, was die Eltern waren, deren Geschäfte 
nicht fortsetzen, wenn er die Schäden berechnet, die solches Abbrechen und Neugründen 
der Familienwirtschaft habe, so hat er mit seinen Klagen über die Auflöfung der alten 
sittlichen Zusammenhänge gewiß nicht Unrecht, aber er vergißt, daß die heutige kleine 
Familie nicht mehr ein so stabiles, so allseitiges Produktionsorgan sein kann, wenn 
man unsere heutige Technik und Volkswirtschaft überhaupt zuläßt, daß Schule, 
Vereinsleben und anderes teilweise dem Individuum ersetzen, was die Familie nicht 
mehr bieten kann, daß das tyrannische Joch der älteren Hausgenossenschaft nicht 
bloß Liebe erzeugte, daß die Auflösung sympathischer Bande zwischen entfernteren 
Familiengliedern nur dann unbedingt zu beklagen ist, wenn auch zwischen Mann 
und Frau, zwischen Eltern und Kindern die Sympathie und Ausopferungsfähigkeit 
aufhörte, und wenn für die schwindenden Verwandtschaftsbande nicht andere neue der
	        

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