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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Die Steuern und die Volkswirtschaft. Der Staatsschatz. 309 
sie nur in einem socialistischen Staate, der zugleich die individuelle wirtschaftliche Frei— 
heit, die Unternehmung, die privatwirtschaftliche Preis- und Gewinnbildung aufhöbe. 
109. Der Staatsschatz und der Staatskredit. Auch wo die Steuer—⸗ 
erträgnisse sehr anwuchsen, auch wo sie eine von Jahr zu Jahr je dem Bedürfnisse sich 
anpassende Beweglichkeit erreicht hatten, blieb die Thatsache bestehen, daß der Staats— 
bedarf von Jahr zu Jahr durch Kriege, große Kalamitäten, durch staatliche Neu— 
erwerbungen, durch notwendige Bauten und Befestigungen nicht bloß ums Doppelte, 
unter Umständen ums Drei- und Mehrfache schwankte. Mochte man noch so sehr dahin 
streben, den Jahresbedarf gleich hoch zu halten, es lag in seiner Natur, daß dies un— 
möglich war. Wir sehen daher schon in alten Zeiten, daß das hochentwickelte Staats— 
wesen den Staatsschatz voraussetzt: Perikles hatte zur Zeit, als das attische Staatsein— 
kommen 1000 Talente betrug, 8000 Talente auf der Akropolis angesammelt; von den 
Lagiden berichtet Lumbroso, daß ihr Schatz bis zu 740000 Talenten angewachsen sei; 
Tiberius soll nach seiner habfüchtigen Regierung 567 Mill. heutige Mark hinterlassen 
haben. Alle mittelalterlichen Fürsten, die gute, sparsame Finanzleute waren, sammelten 
einen „Vorrat“, Heinrich VII. hinterließ 2 Mill. A im Schatze, Friedrich Wilhelm J. 
über 10, Friedrich II. 54 Mill. Thaler im Staatsschatze; noch heute hat das Deutsche 
Reich einen solchen von 120 Mill. Mark. Aber es ist klar, daß jede solche Ansammlung 
große Schwierigkeiten hat, nur einer besonders sparsamen und geordneten oder glücklichen 
Verwaltung gelingt, daß die kurzsichtigen Interessen des Tages solcher Weit- und Vor— 
sicht sich stets widersetzen. Das private Kapital war immer dem Staatsschatz abgeneigt, 
da er ihm die Wahrscheinlichkeit nahm, in Zeiten des Kriegsausbruches ungeheure 
Wucherprozente zu verdienen. Die Erfahrungsthatsache, daß die Finanzwirtschaft mit 
einem Schatze den übrigen ohne solchen immer weit überlegen war, konnte nicht hindern, 
daß die meisten Regierungen den plötzlich ansteigenden Anforderungen der Kriegs- und 
Notzeit doch meist rat- und hülflos gegenüberstanden. Wo der Staat bereits eine leidlich 
große Münzprägung übernommen hatte, konnte er sich durch Münzverschlechterungen 
helfen; und das ist denn auch bis ins vorige Jahrhundert allgemein geschehen, zum 
größten Schaden der Volkswirtschaft, die durch die Ausgabe des zu leichten Geldes und 
durch die notwendige spätere Wiedereinziehung desselben in bedenkliche, teilweise gefähr— 
liche Krisen gestürzt wurde. In neuerer Zeit ist an die Stelle der Münzverschlechterung 
die übermäßige Papiergeldausgabe mit ähnlichen Folgen getreten. 
In dem Maße, wie der Kredit sich entwickelte, konnten Fürsten und Regierungen 
sich durch Kapitalaufnahme gegen Zinszahlung in solcher Zeit helfen. Die Fürften 
begannen zur selben Zeit wie die Städte, wie schon erwähnt, ihren Kredit auszunutzen, 
ihre Domänen und Zölle zu versetzen; viele waren auch im 16. Jahrhundert vollständig 
überschuldet. Aber die meisten fanden damals überhaupt nicht so leicht und so viel 
Kredit wie die Städte. Erst als im 17. und 18. Jahrhundert Holland, England und 
Frankreich, das Vorbild Venedigs, Genuas, Florenz' und des Papstes nachahmend, an 
Stelle der einzelnen kleinen, in privater Form abgeschlofsenen Schuldverträge neue recht-) 
liche Formen der Staatsanlehen mit gesicherter Zinszahlung, mit leicht übertragbaren, 
gleichlautenden Urkunden ausbildeten, als die steigende Kapitalbildung der reichsten 
Länder diesen wie ihren Bundes- und Schutzgenossen die Möglichkeit erbffnete, rasch 
Millionen auf dem Kapitalmarkte aufzutreiben, wurden die Staatsschulden, ihre Ver— 
zinsung und Abzahlung zu einem der Hauptstücke jeder großen modernisterten Finanz- 
wirtschaft. Den reicheren Staaten wurden damit ungeheure Leistungen in der Politik 
der Eroberung, der Kriegführung, wie in der Ausführung von Straßen- und Eisenbahn 
bauten, in der Milderung von Notständen möglich; die ärmeren zerrütteten damit ihre 
Haushalt für Generationen, gerieten in weitgehende Abhängigkeit vom Auslande 
konnten vielfach sich zuletzt nicht anders helfen als durch den Gewaltstreich des Staats 
bankerottes. So ist es natürlich, daß die einen den Staatskredit übermäßig priesens 
die anderen ihn über die Gebühr verdammten. Es versteht sich, daß das Wachsen de 
Staatsschulden etwas anderes ist in einem reichen als in einem armen Lande, in einen 
Staate, der die Steuern entsprechend erhöht oder der sie unvermindert läßt, in einem
	        

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Begriff. Psychologische Und Sittliche Grundlage. Literatur Und Methode. Land, Leute Und Technik. Die Gesellschaftliche Verfassung Der Volkswirtschaft. Duncker & Humblot, 1901.
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