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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Die Bedeutung der Lust- und Schmerzgefühle. 21 
daran sich knüpfenden Empfindungen das Bewußtsein von Vorteilen und Nachteilen, 
von Förderung und Schaden erwache, daß im ganzen die Zunahme an Kraft und Leben 
uns angenehm, die Abnahme unangenehm berühre, daß die Lust als Wegweiser des 
Lebens, der Schmerz als Warner vor Gefahr uns gegeben sei. „Im Gefühl nimmt die 
Seele das Maß der Übereinstimmung oder des Streites zwischen den Wirkungen der 
Reize und den Bedingungen des Lebens wahr“ (Lotze). Eine Welt, in welcher über— 
wiegend und regelmäßig das, was das Leben zerstört, Lust bereitete, in der Schmerz 
entstünde durch das, was das Leben fördert, müßte sich rasch zu Grunde richten. Die 
positiven und negativen Gefühle dienen als elementarer Steuerungsapparat in dem 
ewigen Kampf der Selbsterhaltung und Erneuerung des Menschengeschlechts. Nur aus 
dem positiven und negativen Empfinden kann das richtige Sich-Bestimmen und Handeln 
hervorgehen. 
Man kann hiegegen scheinbar nun mancherlei einwenden: bestimmte Arten über— 
mäßiger Lust können leicht Schmerz, Krankheit und Tod bringen; alle Erziehung des 
Menschen beruht auf der augenblicklichen Luftvermeidung; nichts muß der Jugend mehr 
eingeprägt werden als: lerne Schmerz ertragen und auf Genuß verzichten; das Gift 
kann zuerst Lust bereiten, nachher töten. Es ist auf solche Einwürfe zu antworten: 
schon der einzelne Mensch ist ein unendlich kompliziertes Wesen, in welchem zahllose 
Nervenzellen in jedem Augenblick positiv und negativ angeregt sein können, in welchem 
aber jede dauernde Schmerzvermeidung und Lustbereitung auf einem harmonischen Gleich— 
gewicht aller Nervenzellen beruht. Dieses Gleichgewicht kann nur erreicht werden durch 
Erziehung und Lebenserfahrung. Im Kinde, beim Unerfahrenen, beim Menschen ohne 
Selbstbeherrschung, bei dem mit ungesunder Gefühlsentwickelung kommen einzelne Gefühle 
zeitweise zu einer falschen Herrschaft über die anderen. Ebenso lernt der Mensch nur 
iangsam die Einfügung und Eingewöhnung in die Gesellschaft; er sieht nicht sofort 
ein, daß ihm diese momentane Lustverluste, aber dauernde Glücksgewinne bringe. Die 
Gefühle des Menschen sind in steter Entwickelung, die höheren erlangen erst nach und 
nach das Übergewicht. Die einzelnen und die Völker haben zunächst die Gefühls— 
ausbildung, welche ihrem bisherigen Zustand, ihren bisherigen Lebensbedingungen ent— 
sprechen. Werden sie in andere versetzt, so reagieren ihre Gefühle doch zunächst noch 
in alter Weise, können sich erst langsam den anderen Zuständen anpassen. Aus allen 
diesen Gründen müssen einzelne Gefühle und zumal solche von anormaler Entwickelung 
immer zeitweise den Menschen irreführen, der nicht verstäändig genug ist, die Zusammen— 
hänge zu übersehen, der nicht durch sociale Zucht und Erziehung, durch Umbildung und 
Anpassung auf den rechten Weg geführt wird. Die Gefühle sind nicht blinde, sondern 
vom Intellekt zu regulierende Wegzeiger. Der Mensch muß erst lernen, daß Arbeit und 
Zucht, wenn im ersten Stadium auch unbequem, auf die Dauer glücklich mache, daß die 
verschiedenen Gefühle einen verschiedenen Rang haben, daß die elementarsten sinnlichen 
Befühle zwar die stärksten seien, aber auch die kürzesten Freuden geben, daß sie ein 
Ubermaß der Reize so wenig ertragen wie Unterdrückung, daß hier die regulierte mittlere 
Reizung allein das Leben sordere, daß schon die zu haäufige Wiederholung schade, daß 
mehr und mehr für den Kulturmenschen das dauernde Glück nur durch die Ausbildung 
und Befriedigung der höheren Gefühle erreichbar sei. 
Die Lustgefühle des Essens und der Begattung sind die stärksten, elementarsten; 
durch sie wird es bewirkt, daß das Individuum und die Gattung sich erhält. Je 
aiedriger die Kultur steht, desto mehr stehen sie im Vordergrund, beherrschen überwiegend 
oder gar allein die Menschen. Aber auch der rohe Mensch lernt nach und nach daneben 
die Freuden kennen, die sich an die höheren Sinne des Auges und des Ohres knüpfen. 
Es entstehen die ästhetischen Gefühle, das Wohlgefallen an der Harmonie der Töne und 
der Farben, die Gefühle des Rhyihmus, des Takles, der Symmetrie. Aus ihnen ent— 
wickeln sich die intellektuellen Gefühle, die Freude an der Lösung jedes praktischen oder 
theoretischen Problems, am Begreifen und Verstehen irgend einer Erscheinung. Ebenso 
entstehen aber mit dem Gattungsleben und mit der eigenen Thätigkeit die moralischen 
Befühle. Der Mensch kann nicht bloß essen und lieben, er muß seine Zeit und seine
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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