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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Entstehung, Wesen und Verfafsung der Kartelle. 451 
so ist klar, wie schwierig die Verhandlungen sein mußten, wie häufig sie scheiterten, 
wie oft bestehende Kartelle sich wieder auflösten. Meist hat erst die bittere Not 60 bis 
900/0 der gesamten Produktion des Gebietes auf den Standpunkt der Vereinigung hin— 
gedrängt; wenn nicht so viele beitraten, war der Erfolg meist in Frage gestellt. Auch 
ist klar, daß nur Geschäfte ohne zu viel Schwierigkeiten sich einigen konnten, die gleich— 
mäßige, vertretbare Waren, hauptsächlich Halbstoffe erzeugen, wie Kohle, Eisen, Schienen, 
Salz, Chemikalien, Petroleum, Zucker, Branntwein oder Eisenbahn- und Telegraphen⸗ 
gesellschaften ꝛc. Die Versuche in der keramischen, Wirkwaren-, Chokoladen- Glacé— 
handschuhfabrikation scheiterten bisher. Auch wo es sich um Tausende von kleinen und 
mittleren Produzenten handelt, ist die Sache sehr viel schwieriger, als wo eine kleinere 
Zahl großer Fabriken den Markt beherrscht. 
Die Phasen der Kartellentwickelung lassen sich kurz so charakteristeren: 1. Verab⸗ 
redungen über Kreditgewährung, Zahlungsbedingungen und Ähnliches, 2. solche über 
Maximalpreise, welche man für Rohstoffe zahlt, über Minimalpreise, die man beim 
Verkauf fordert; 3. Hinzufügung des Ehrenwortes und bald von Geldstrafen bei Ver— 
letzung, welche man durch hinterlegte Wechsel leicht einziehbar macht; auch das reicht 
meist nicht aus; also 4. Verteilung des Marktes durch Demarkationslinien, die bei 
Strafe eingehalten werden müssen, und 5. Verabredungen über das einheitliche Vorgehen 
bei Submissionen; nur eain Werk bietet, die anderen höchstens zum Schein; 6. feste 
Verabredungen über die Größe der Produktion jedes Werkes nach seiner bisherigen 
Kapacität, entweder überhaupt oder wenigstens fürs Inland, häufig so, daß für Minder— 
produktion eine Prämie gezahlt, für eine gewisse Mehrproduktion eine Strafe erhoben 
wird; diese Verabredung verbindet sich meist mit Preisfestsetzungen; 7. reicht auch das 
nicht, so wird aller Verkauf der Produkte auf eine Centralstelle übertragen, welche die 
Natur einer gemeinsamen Agentur haben kann oder die einer selbständigen Aktiengesell⸗— 
schaft, deren Aktionäre nur die beteiligten Werke sein können. Ist die Centralisation 
so weit gediehen, so können auch weitere Maßnahmen getroffen werden: die Stillstellung 
teilnehmender oder gepachteter Werke, der Ankauf von nicht beigetretenen, die Verhinderung 
der Entstehung neuer Werke, wobei man in den Mitteln teilweise nicht wählerisch ist. 
Die juristische Natur der Verbindungen und der Centralstellen kann sehr ver— 
jchieden sein; in Amerika hat man die Form gewählt, daß ein kleines Vertrauenskomitee, 
die sogenannten trustées, die Aktien der beteiligten Werke in die Hand und damit die 
unbedingte Verfügung über Generalversammlungen und Vorstände, über technisches und 
kaufmännisches Gebaren der Gesellschaften bekommen; sie stellen den Aktionären an Stelle 
der Aktien Certifikate aus, oft im 224fachen Betrag der Aktien, um die gezahlten 
Dividenden niedriger erscheinen zu lafsen. 
Außer dem direkten Zwecke der Konkurrenz und Preisregulierung, der Herstellung 
von Monopolen und hohen Gewinnen haben die Kartelle in großartiger Weise Versuchs- 
stationen, Bibliotheken, Nachrichtenbüreaus errichtet, den technischen Fortschritt gefördert, 
die Verkehrsanstalten beeinflußt, die Regierungen und Parlamente, wie die öffentliche 
Meinung bvearbeitet, oft auch mit enormen Summen einzelne Personen für sich gewonnen. 
In Schutzzollländern war die Herstellung der Kartelle durch die Abhaltung der 
fremden Konkurrenz wohl etwas erleichtert; im ganzen haben sie sich in allen Ländern 
mit maschinellem Großbetrieb, starker Konkurrenz, entwickeltem Verkehr gebildet. Am 
weitgehendflen wohl in den Vereinigten Staaten, wo sie auch die Politik und die 
Eisenbahnen am meisten beherrschen; es existieren dort zahlreiche Trusts mit 60—90 Mill. 
Dollars Kapital; aber auch in England, Frankreich, Deutschland, Osterreich, Italien 
bestehen zahlreiche Kartelle; in Deutschland zählte man 1887 70, 1896 137. Eine 
Reihe großer internationaler Kartelle beherrschen den Weltmarkt, wie der amerikanische 
Standart Oil Trust, der die dortige Petroleumproduktion, und das Haus Rothschild, 
das die russische kontrolliert. Jeder derartige Verband wirkt leicht darauf hin, daß 
die mit ihm verkehrenden Produktionskreise sich ähnlich organisieren, um nicht bei jeder 
Belegenheit von der Übermacht des anderen Teiles gedrückt zu werden. Die Groß- und 
90*
	        

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