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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Die Unternehmer unter der Kontrolle der Preise und dem Drucke der Gesamtinterefssen. 457 
Arbeitsteilung- nötig wäre, wenn man die Unternehmungen und Kartelle überflüssig 
machen wollte. Und daher erscheint die Verfassung der Volkswirtschaft heute als die 
normalste, welche die Bedürfnisbefriedigung, die über die Familienwirtschaft hinausgeht, 
zwischen den Gebietskörperschaften und den Unternehmungen teilt, so daß beide Systeme 
einander ergänzen. Die Vorzüge des einen Systems werden dabei stets als Vorbild 
für das andere, ihre Fehler als abschreckendes Mittel wirken. So weit die Güter— 
produktion und der Handel in privaten Händen, in denen von kleinen und großen 
Geschäften bleiben, werden sie allerdings immer mehr unter die indirekte Kontrolle der 
Gefamtheit und des Staates kommen. Diese wird durch die ganze Handels-, Verkehrs⸗, 
Social⸗, Bau-, Markt⸗, Geld-, Kreditpolitik, wie durch die Thätigkeit der großen staat— 
lichen Wirtschaftsinstitutionen ausgeübt. Sie entsteht ferner in gewisser Weise dadurch, 
daß immer mehr die Masse der Bürger Aktien und Anteile von Gesellschaften und 
Genossenschaften in Händen hat, und daß die organisierten Arbeiter einen gewissen 
Einfluß auf die Unternehmungen erhalten. Die Verantwortlichkeit und Freiheit der 
Unternehmer kann und soll dabei aber im ganzen fortbestehen; nur die Schranken sollen 
ihrer Gewinnsucht gezogen, die Direktiven ihrem Handeln gegeben werden, die im 
Gesamtinteresse der Nation und ihrer gesunden Entwickelung liegen. 
Je mehr so ein wirklich großes Unternehmertum entsteht, wird es im Einklang mit 
dem Staat und den unteren Klassen sich fühlen können, wird es einsehen, daß man 
die Volkswirtschaft oder den wichtigsten Teil derselben nicht leiten kann ohne große 
öffentliche Pflichten zu erfüllen, ohne daß die großen Unternehmungen — auch ohne 
Staatsanstalten zu sein — im Geiste der großen allgemeinen Interessen und nicht im 
Geiste habsüchtiger Bereicherung geführt werden müssen. 
Eine wachsende Vergesellschaftung und Centralisation wird dabei vorhanden sein, 
aber nicht in der Art, daß Staat, Gemeinde und Unternehmungen zusammenfallen, 
sondern in der, daß die reformierte Unternehmungswelt, einschließlich der Genossenschaften 
und Kartelle, sich immer mehr in einheitlichen Spitzen zusammenfaßt, daß neben und 
über ihr die politischen Gewalten ebenso einer zunehmenden Centralisation unterliegen. 
Nur an gewissen obersten Stellen wird die Geschäftswelt sich der Staatsgewalt unter⸗ 
ordnen müssen. Soweit Gemeinde und Staat unternehmerartig auftreten, werden fie 
aber auch am besten verfahren, wenn sie ihren Verkehrs-, Kredit⸗, Versicherungsanftalten, 
ihren eigentlichen Geschäftsbetrieben eine gewisse Selbständigkeit gegenüber den politischen 
Gewalten geben. Vor allem den Staatseisenbahnen, den großen Centralbanken thut 
das not. 
So wie die Menschen heute sind und in absehbarer Zeit bleiben, ist die auf eigene 
Verantwortung wirtschaftende, das Risiko tragende Unternehmung mit den sie bedingenden 
Institutionen, auch mit all' ihren Spekulationssünden, mit all' ihrer die Habsucht 
fleigernden Tendenz, mit ihrer socialen Wirkung und ihrer Beeinflussung der Einkommens— 
verteilung doch das notwendige Instrument, welches in den entscheidenden Kreisen das 
höchste Maß von wirtschaftlichen Fähigkeiten, von Fleiß und Energie, von technischem 
uͤnd organisatorischem Fortschritt erzeugt. Sie ist zugleich die gesellschaftliche Form, 
welche in breiten Schichten diejenige persönliche Freiheit und wirtschaftliche Unabhängig— 
keit ermöglicht, die nur der eigene Besitz, das Vertrauen auf die eigene Kraft und auf 
selbständige Leistungen geben kann. 
Wir mögen unser Beamtentum und seine großen Tugenden, unsere liberalen Berufe 
mit ihrem Idealismus, unser Bauerntum mit seinen kernhaften Muskeln und schlichten 
Gemülseigenschaften, unsere aufstrebende Arbeiterwelt mit ihrem Bildungstrieb, ihrer 
technischen Tüchtigkeit, ihrer aufopfernden Vereinsthätigkeit noch so hoch schätzen, sie 
bedürfen als Ergänzung der ganz anders gearteten, aber nicht minder wertvollen pfy— 
chischen und gefellschaftlichen Kräfte der Geschäftswelt ebenso, wie diese ohne jene 
anderen gesellschaftlichen Kräfte und Tendenzen nicht glücklich wirken könnte.
	        

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