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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 515 — 
„Meister“ in ihrem Fache; sie lieferten auch meisterhafte Arbeit. 
Es war dies theils die Folge der Lehr und Wanderzeit, welche 
damals um so nöthiger war, als bei dem Mangel anderweitiger 
Bildungsmittel, nur auf diese Weise eine vollständige Kenntniß des 
Gewerbes, seiner Betriebsformen und Hülfsmittel erlangt werden 
konnte, theils der Beschränkung auf einzelne Arbeitszweige, indem 
hier natürlich wie überall bei der Arbeitstheilung das Sprüch— 
wort „Uebung macht den Meister“ seine Bewährung fand. Die 
erschwerte Selbstständigmachung und die Einschränkung im Betriebe 
wirkten auf Verminderung der Coneurrenz und daun auf größeren 
Wohlstand der Meister. Dieser Wohlstand mußte rückwirkend wie— 
der dem Gewerbe zu Gute kommen, indem er den Meister be— 
fähigte, sich gute Werkzeuge und einen Vorrath von Rohstoffen zur 
zweckmäßigen Auswahl anzuschaffen. Auf diese Weise genossen auch 
die Kunden die Vortheile mit. 
So wurden durch die Zunfteinrichtungen zugleich technische und 
sociale Vortheile von unberechenbarer Bedeutung gewährt. 
Die corporative Verbindung verlieh überdieß dem Einzeluen 
Kraft und gab ihm Selbstgefühl. Er fühlte sich als Glied eines 
größeren Ganzen und erkannte sich dadurch in seiner Bedeutung für 
das Ganze des bürgerlichen Lebens. Dadurch wurde das Gewerbe 
selbst erhöht; es war eine Ehre, ein Handwerksmeister zu sein. Auch 
hatte das Individuum überall die Unterstützung und den Beistand 
seiner Genossenschaft zu erwarten. Nicht isolirt, sondern Glied eines 
Ganzen, genoß es die Vortheile eines Ganzen. 
Die Zunfteinrichtungen haben indessen im Laufe der Zeit zu 
mannichfachen Ausartungen und Klagen Veranlassung gegeben. Die 
Lehrlinge wurden von den Meistern oft mehr zu Hausarbeiten und 
Gesindediensten als zur Ausbildung in ihrem Gewerbe benutzt. 
Die Freisprechung derselben gab Veranlassung zu Trinkgelagen und 
Ausschweifungen. 
Das Wandern der Gesellen gab vielfach Gelegenheit zu einem 
rägen vagabundirenden Leben. Die Verbindung der Gesellen 
nachte es möglich, sich zum Widerstande gegen diejenigen zu ver— 
einigen, welche sich ihren Wünschen nicht fügten. Die Meister 
33*
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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