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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

516 
einer Stadt benutzten ihre Verbindung, theils um Retorsionsrechte 
gegen andere Städte zu üben, durch die sie die gemeinsamen In⸗ 
teressen für beeinträchtigt hielten, theils um keinen „Fremden“ unter 
sich aufkommen zu lassen. Nur Meistersöhne, oder solche, die sich 
herbeiließen, Meistertöchter, oder Wittwen von Meistern zu heira⸗ 
then, wurden zugelassen, alle andern aber zu sogenannten Muthe—⸗ 
meistern“ gebracht, und wenn diese ihnen während der Probezeit 
das Meisterwerden noch nicht verleidet hatten, so ließ man sie 
ein so unbrauchbares und kostspieliges Meisterstück anfertigen, und 
besuchte sie während der Anfertigung desselben so oft, uuter dem 
Vorwande der Beaufsichtigung, zum Frühstück, daß der neue Mei— 
ster, wenn er auch alle diese Hindernisse überstanden hatte, kein 
gefährlicher Mitbewerber mehr werden konnte. 
Das Zunftwesen überhaupt artete aus, und entsprach auch sei— 
nem eigentlichen Wesen nach nicht mehr dem Geist der neueren 
Zeit. Der freie Mitbewerb, wurde mit Recht behauptet, sei die 
natürliche Ordnung der Dinge sie sei schon um deswillen die Grund— 
lage für die gewerbliche Entwicklung, weil er einem Jeden erlaube, 
von seinen Fähigkeiten und Kräften denjenigen Gebrauch zu machen, wel. 
chen er für angemessen erachte; er setze den Menschen in sein natürliches 
Recht ein. Jeder müsse aber die Befugniß haben, seine Kräfte zu 
seinem Nutzen zu gebrauchen, wenn er nur andern dadurch nicht 
schade und zu nahe trete. Dadurch aber, daß Jemand strebe und 
erwerbe, beeinträchtige er Niemand in seinen Rechten. Jeder 
Andere könne ja ebenfalls von diesem seinem Rechte einen freien 
Gebrauch machen. 
Die volle Freiheit der Gewerbe sei zugleich für die Entwicke⸗ 
lung des Gewerbebetriebes selbst vortheilhaft; einerseits stachele sie 
den Eifer der Gewerbetreibenden auf; Jeder suche den Andern zu 
übertreffen. Dadurch würden die Waaren aufs Beste hergestellt. 
Aus demselben Grunde suche jeder alle Vortheile des Betrie. 
bes auf, mache Erfindungen und fördere dadurch den Fortschritt 
des Gewerbes. 
Das Publikum ziehe hieraus die größten Vortheile; denn durch
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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