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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

125 
endung des völkerrechtlichen Aktes auch der staatliche Akt der 
Rechtsetzung vollzogen sein; durch den Vertragsschluss z. B. 
würde auch Landesrecht geschaffen werden. Aber diese Wirkung 
des internationalen Handelns würde doch stets und allein auf der 
Kraft des vorausgegangenen Landesgesetzes beruhen, das eben 
ein für allemal die Einwirkung eines Staatsvertrags auf das 
Landesrecht festgesetzt hat, anstatt wie in andern Staaten im 
einzelnen Falle dem Vertrage das Gesetz folgen zu lassen.‘ Es 
ist nicht anders wie da, wo etwa eine Verfassung den künftigen 
Präjudizien eines obersten Gerichts gesetzliche Kraft zuschreibt. ') 
Niemand wird behaupten wollen, dass hier den Richtersprüchen 
zugleich der Charakter von Gesetzen beiwohne. Nur wird hier 
wie dort einer Willenserklärung, die nicht auf Setzung staatlichen 
Rechts gerichtet ist, von vornherein die Wirkung beigelegt, dass 
ein aus ihr zu entnehmender, durchaus nicht immer von ihr be- 
stimmt formulirter Inhalt zum Inhalte eines staatlichen Rechts- 
Satzes wird. 
Ebensowenig aber wie eine Völkerrechtsquelle von sich 
aus auch Landesrecht erzeugen kann. ist eine Quelle des 
1} Vergl. die Beispiele bei Stobbe, Handbuch des deutschen Privat- 
rechts. I. 3. Aufl. Berlin 1893. S. 188 Note 17; Gierke, Deutsches Privat- 
recht I 8. 177 Note 3. Der hier supponirte Fall hat natürlich nichts zu thun 
mit dem andern, bei dem die Verfassung oder einzelne Staatsgesetze einem 
Staatsorgan, insonderheit dem Staatsoberhaupte, die Kompetenz ertheilen, 
durch Abschluss gewisser Staatsverträge und deren Vollziehung ohne Bethei- 
ligung des Parlaments bestehendes Landesrecht zu ändern, so wenn z. B. das 
rielberufene französische Senatuskonsult v. 25. Dezember 1852 bestimmte, dass 
£Handelsverträge, wenn vom Präsidenten abgeschlossen, hinsichtlich der in 
ihnen stipulirten Tarifänderungen ohne Weiteres ‚,Gesetzeskraft‘“ haben sollten, 
oder wenn die englische Act for tbe regulation of duties of postage (3 and 
4 Vict. c. 96) den Commissioners of the Treasury die Befugniss zu Posttarif- 
verträgen oder die Auslieferungsakte von 1870 (33 and 34 Viet. c. 52; Prel. 
sect. 2) der Königin das Recht zum Abschlusse von Auslieferungsverträgen 
zewissen Inhalts ohne specielle Genehmigung des Parlaments beilegt. (Vergl. 
E. Meier a. a. 0. S. 144.) Hier handelt es sich um Delegation eines Ver- 
ordnungsrechts zum Zwecke vertragsgemässer Aenderung des Landes- 
rechts, Diese Aenderung vollzieht sich deshalb nicht schon im Augenblicke 
der Vertragsperfektion, sondern erst mit der „Einführung‘“ des Vertrags im 
Wege des Dekrets, einer order in council, eines treasury warrant u. dergl. 
Vergl. auch 8 21 Abs. 3 des Reichsges. über d. Erwerbung u. d. Verlust der 
Staatsangehörigkeit v. 1. Juni 1870, & 2 des Reichsges. betr. die Küstenfracht- 
fahrt v. 22. Mai 1881 u. a.
	        

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Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
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