Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Völkerrecht und Landesrecht

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

— 201 — 
alten deutschen Reiche neben das staatliche Recht für die Be: 
ziehungen der Territorien unter einander Völkerrecht einschlich, 
so ist im neuen Reiche trotz der bundesstaatlichen Einheit noch 
Völkerrecht für die Verhältnisse der Gliedstaaten geblieben. 
Wie sich dort in dem Eindringen des Völkerrechts die beginnende 
Zersetzung ankündigte, so tritt hier an einem besonderen Punkte 
die Erinnerung an das vor der Zusammensetzung bestandene 
völkerrechtliche Verhältniss souveräner Staaten zu Tage. Aus alle- 
dem ergiebt sich jedenfalls nicht nur, dass das unter den jetzigen 
Gliedstaaten vor der Gründung des Bundesstaats geltende Völker- 
recht in dem festgestellten, aus der Kompetenzvertheilung inner- 
halb des Gesamtstaats sich ergebenden Umfange in Kraft geblieben 
ist, sondern auch dass die Einzelstaaten in der Lage sind, durch 
Vereinbarung von Rechtsregeln auf jenem Gebiete neues Recht zu 
schaffen, das man als ein modernes „teutsches Völkerrecht“ zu be- 
zeichnen vollauf berechtigt ist. Dieses Recht ist also nicht recipir- 
tes Völkerrecht. Esistnicht Reichsrecht. Es wird auch nicht 
etwa schon dadurch zu Reichsrecht, dass Reichsverfassung oder 
Reichsgesetze darauf Bezug nehmen. Nichts seltenes ist es ja, dass 
ein Reichsgesetz erklärt, es „bewende‘“ bei der vertragsmässigen 
Regelung gewisser Thatbestände durch die Gliedstaaten, oder die 
Verträge der Gliedstaaten würden durch das Reichsgesetz „nicht 
berührt‘ und dergl.!) In solchen Fällen besagt eben die reichs- 
(S. 417 Note 2.) Weniger bestimmt in seinem deutschen Reichsstaatsrecht. 
Tübingen 1873. 8. 307. Ich meine, eine Verständigung über die Frage wäre 
nicht so schwer. Natürlich sind die deutschen Gliedstaaten als solche nicht 
mehr „Mächte“ im völkerrechtlichen oder diplomatischen Sinne, selbst Preussen 
nicht. Ferner hat das Völkerrecht zweifellos für den grössten Theil ihrer 
Beziehungen seine. Anwendbarkeit verloren, und soweit es noch gilt, fehlt 
ihm etwas, was im Texte sofort festgestellt werden soll. Aber alle Beziehun- 
gen von Gliedstaat zu Gliedstaat bedürfen rechtlicher Regelung, und ein Theil 
bat vom Reiche keine gefunden. Man denke z. B. an Grenz- und Nachbar- 
verhältnisse, etwa in Bezug auf Grenzflüsse oder den Bodensee. Ich wüsste 
nicht, welches Recht diese Verhältnisse normiren sollte, wenn nicht das Völker- 
recht. Die einzige Möglichkeit, dieser Annahme zu entgehen, wäre die, dass man 
alles in Frage kommende Völkerrecht vom Reiche stillschweigend recipirt sein 
liesse. Das wäre aber erstlich eine sehr gewagte Fiktion und würde zweitens 
durch die verfassungsmässige Kompetenzregulierung direkt widerlegt. 
1) Vergl. z. B. Bundesgesetz betr. die Gewährung der Rechtshilfe vom 
21. Juni 1869, 8 46; Reichsgesetz über den Beistand bei Einziehung von Ab- 
gaben und Vollstreckung von Vermögensstrafen vom 9. Juni 1895, $ 11 u. a. 
Auch RYV. art. 50 Abs. 6 (hinsichtlich gewisser Postverwaltungsverträge), art. 66
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Thomson’s Manual of Pacific Northwest Finance. Thomson’s Statistical Service, 1930.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.