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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

heitsrecht gegenüber. Da es sich um verschiedene Eintheilungs- 
gründe handelt, so ist es selbstverständlich, dass die nach dem 
einen Schema gefundenen Einzelgruppen sich nur unter sich, 
nicht aber schlechthin zu den Gruppen des anderen als sich aus- 
schliessende Gegensätze verhalten. Vielmehr verträgt im allgemeinen 
jede Gruppe des einen wieder eine Untertheilung nach dem prin- 
eipium divisionis, das für die Bildung der anderen Gruppen mass- 
zebend war. Die „Rechtszweige“ gehören verschiedenen „Rechts- 
ordnungen“ an, und jede Rechtsordnung zerfällt in verschiedene 
Rechtstheile; es giebt französisches und englisches Strafrecht, 
und das französische Recht lässt sich in Prozess-, Privatrecht u. s. w. 
zerlegen. Aber es ist möglich, dass wir aus der Totalität der 
Rechtssätze Gruppen herausschälen, die sich von allen anderen 
sowohl durch eine besondere Rechtsquelle, als durch einen be- 
sonderen Gegenstand unterscheiden, wie etwa die Sätze des „kirch- 
lichen“ Verwaltungsrechts zum mindesten nach katholischer Auf- 
fassung !) gleichzeitig durch eine eigene Rechtsquelle und durch 
eine besondere Art von Lebensverhältnissen, die sie regeln, von 
sämtlichen anderen Rechtssätzen verschieden sind. 
In welchem Sinne nun kann man Landesrecht und Völker- 
recht als Gegensätze betrachten? Die Antwort lautet: in doppelter 
Hinsicht. 
Der Gegensatz ist einmal Gegensatz der normirten Lebensver- 
hältnisse; das Völkerrecht regelt andere Beziehungen als das 
staatliche. 
Der Gegensatz ist ferner Gegensatz der Rechtsquellen. 
Wir verstehen unter Landesrecht alles Recht, das einem 
nur einem Staate angehörigen Rechtswillen entspringt. 
Landesrecht ist staatliches Recht, insofern es einem Staate 
sein Dasein verdankt. Ich nenne es indess lieber „Landes- 
recht“ als staafliches Recht, einmal um die naheliegende Ver- 
wechselung mit dem „Staatsrecht“ zu vermeiden, das doch nur 
einen Theil des Landesrechtes bildet, und zweitens um das 80- 
genannte Landesgewohnheitsrecht unzweifelhaft mit einzuschliessen, 
das wenigstens von dem Haupttheile der heutigen Juristen 
als nichtstaatliches Recht betrachtet wird, während über seine 
Eigenschaft als Landesrecht, d. h. seine Entstehung aus natio- 
1) S. dazu Friedberg, Lehrbuch des kathol. und evangel. Kirchen- 
rechts. 4 Aufl Leivzig 1895. S. 1f.
	        

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Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
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