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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

263 
Nicht minder wichtig ist das aufgestellte Prinzip für die 
Träger staatlicher Aemter. Ihre Rechte und Pflichten be- 
messen sich lediglich nach Landesrecht. !‘) Sie sind zur Vornahme 
aller Handlungen befugt und verpflichtet, die das staatliche Recht 
ihnen gestattet und vorschreibt, gleichviel wie sich dies Recht 
dem Völkerrechte gegenüber verhält. Insonderheit sind die Be- 
amteten, deren Aufgabe in der Rechtsanwendung besteht, also 
namentlich die Richter, aber auch die Staatsanwälte und die Ver- 
waltungsbeamten verbunden, selbst völkerrechtswidriges Landesrecht 
anzuwenden.?) Während sich aus dem Verhältnisse der Bundes- 
staatsgewalt zur Staatsgewalt des Gliedstaats ergiebt, dass auch 
der im Dienste des letzteren befindliche Amtsträger berechtigt 
und verpflichtet ist, die Uebereinstimmung der Gesetzgebungsakte 
seines Staates mit der Rechtsordnung des Bundesstaates zu prüfen 
und eintretenden Falls das nach Reichsrecht ungültige Landes- 
recht nicht anzuwenden ?), kann ihm eine Prüfung des Landes- 
bindlichkeiten auch zu völkerrechtlichen Verpflichtungen. Hier ist ein 
Fehler an den anderen gereiht. Erstlich ist die behauptete Befugniss des 
Heimathsstaates in dieser Allgemeinheit nicht vorhanden. Wäre sie e8, so 
würde doch noch nicht das landesrechtliche Forderungsrecht selber neben- 
bei zu einem völkerrechtlichen, sondern der Heimathsstaat hätte ein 
selbständiges völkerrechtliches Recht, vom schuldnerischen Staate die Er- 
füllung jener privatrechtlichen Pflicht zu verlangen. Und in keinem Falle ist 
aus den Prämissen der Schluss zu ziehen, dass der schuldnerische Staat seine 
Gesetze nicht ändern könne. — Was Meili, Staatsbankerott S. 13. gegen 
unsern Satz ausführt, schwankt fortwährend zwischen Behauptungen de lege 
ferenda und de lege lata. Anderseits sind die im Ergebnisse richtigen Er- 
örterungen bei v. Bar, Theorie und Praxis d, internat. Privatrechts II S. 663 f. 
nicht ganz genau in der Begründung. 
1) Vergl. dazu oben S. 120, 
2) Hierüber herrscht in der Litteratur und Praxis heute so gut wie 
allgemeine Uebereinstimmung. Vergl. z. B. Bluntschli, Völkerrecht S. 476 f. 
($ 847); v. Bar a. a. 0. S, 5f, 145f; II S. 398f.; Gierke, Deutsches Privat- 
recht I 8. 213; Zitelmann a. a. O0. IS. 75 u. ö.; Entsch. des Preuss. Ober- 
verwaltungsgerichts VI S. 39f.; XVIII S. 80ff. u. v. a. Zahlreiche Citate aus 
der englischen und amerikanischen Litteratur habe ich oben 5. 153f. ge- 
bracht. Dazu noch Hare, American Constitutional Law I. Boston 1889. 
p- 439, 502 foll. 
3) S. Binding, Handbuch des Strafrechts I S. 286 und die dort Note 27 
Angeführten; ferner Heinze, Verhältniss des Reichsstrafrechts z. d. Lan- 
desstrafrecht. Leipzig 1871. S. 21, 25; Hänel, Studien I S. 263f.; Laband, 
Staatsrecht I S. 595f.
	        

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Wirtschaftliches Verpacken. VDI-Verlag, 1926.
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