Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Völkerrecht und Landesrecht

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

293 
Pflicht durch Abschaffung solchen Gesetzes verletzt, so kann er 
durch keines der im Völkerrechte anerkannten Zwangsmittel ge- 
nöthigt werden, es beizubehalten. Ist in einem Vertrage das 
nach allgemeinen Grundsätzen bestehende Rücktrittsrecht wegen 
Verletzung durch die Gegenseite ausgeschlossen, vielleicht statt 
dessen schiedsrichterliche Entscheidung vorgesehen, so wird diese 
Klausel nur dann bedeutsam, wenn die Gegenpartei das durch den 
Vertrag geforderte, nicht aber, wenn sie das bei seinem Abschlusse 
ausdrücklich oder stillschweigend vorausgesetzte Landesrecht 
zum Naehtheile des anderen umgestaltet.!) Ferner aber: wir 
„Auflage“ halte ich angesichts der Thatsache, dass die Balkankleinstaaten 
nicht Vertragsparteien waren, für undenkbar.) Bei dieser Auffassung wird 
auch die Frage müssig, ob es „berechtigt“ war, solcher Gestalt in die „Au- 
tonomie‘* der Staaten einzugreifen; v. Holtzendorff HH II S. 28; Geff- 
cken ebenda IV S. 146. — c. Ist der österreichisch-ungarische 
Ausgleich von 1867 unter der Voraussetzung zu Stande gekommen, dass 
in Oesterreich „volle Verfassungsmässigkeit‘“, d. h. konstitutionelle Formen 
herrschen (vergl. $ 25 des Gesetzartikels XII: 1867)? Bekanntlich spielte 
die Frage in den Wirren der letzen Zeit eine Rolle. Sie ist m. E. durchaus 
zu bejahen. 
1) So viel ich sehe, ist dieser Gesichtspunkt bei einem interessanten 
Konflikt zwischen Italien und der Schweiz ganz unbeachtet geblieben. 
Zur Zeit des Abschlusses des Handelsvertrags zwischen den beiden Staaten 
vom 19. April 1892 (M. N. R. G.?* XVIII p. 860) konnten in Italien nach 
den geltenden Bestimmungen die Zölle in Papier gezahlt werden; das 
war natürlich der Schweiz bekannt und kann auf die Festsetzung der 
Tarifsätze nicht ohne Einfluss gewesen sein. Durch Dekret v. 8. November 
1893, später nochmals eingeschärft, verlangte die italienische Regierung 
Zahlung sämtlicher Zölle in Metall oder in einer auf dasselbe hinauslaufen- 
den Art der Berichtigung. Der schweizerische Bundesrath führte Beschwerde 
und forderte, gestützt auf die kompromissarische Klausel des Art. 14. des 
Handelsvertrags, die Einsetzung des hier für Streitigkeiten über „Auslegung 
und Anwendung des Vertrags‘ vorgesehenen Schiedsgerichts (Noten vom 
25. November 1893 und 6. März 1894); Italien ging indess darauf nicht ein. 
Man sieht, wie schwerwiegend die im Texte aufgeworfene Frage ist. Nimmt 
man mit der italienischen Regierung an, die Schiedsgerichtsklausel habe hier 
keine Anwendung zu finden, so steht allerdings dem geschädigten Vertrags- 
gegner der Rücktritt vom Vertrage wegen Nichterfüllung einer wesentlichen 
Voraussetzung frei; er wird sich aber hüten, es zu thun, wenn er dadurch 
den Schaden nur vergrössert. Ueber den Fall vergl. Rövue generale I 
p- 81 et suiv., 279 et suiv.; Berney, Revue XXVI p. 204 et suiv.; Contuzzi, 
Revue de droit public I p. 257 et suiv.; Piedeli&vre, ebenda III p. 307; 
Fuld. Archiv f. öff. Recht IX S. 568.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.