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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

— 302 
vorgenommen werden könnte oder dürfte, oder weil ohne das 
staatliche Recht eine völkerrechtlich verbotene Handlung vorge- 
nommen werden müsste. Also nicht das Völkerrecht verlangt 
die Aktion des Gesetzgebers, sondern das Landesrecht. Beim un- 
mittelbar gebotenen Recht bestand die völkerrechtlich gebotene 
Staatshandlung in der Rechtsetzung, hier bringt sich der Staat 
mit Rücksicht auf sein Recht durch neues Recht erst in die 
Lage, eine völkerrechtlich gebotene Handlung vorzunehmen. 
Dort war Unterlassung der Gesetzgebung oder Abschaffung des 
Gesetzes schon an sich. rechtswidrig, hier wird die Rechtsver- 
letzung begangen durch Unterlassung der That, zu .deren Vor- 
nahme, oder durch Vornahme der Handlung, zu deren Unter- 
lassung das Gesetz ermächtigt.!) Gerade darum möchte ich den 
Ausdruck ‚mittelbar gebotenes‘“ Landesrecht gern vermeiden, 
obwohl er sich äusserlich empfehlen könnte. Er erweckt den 
falschen Schein, als handele es sich um eine echte Gesetzgebungs- 
pflicht, sei es auch nur eine „sekundäre“, wie man wohl gelegent- 
lich gesagt hat?); eine sekundäre Pflicht bleibt doch immer eine 
Pflicht. Wenn ich gleichwohl im Folgenden zuweilen von „mittel- 
bar gebotenem‘“ Rechte sprechen werde, so geschieht das nur, 
um im Ausdrucke abzuwechseln. 
Der Charakter des international unentbehrlicheu Rechts wird 
vielleicht durch ein Bild ins Klare gestellt, das ich dem Reechts- 
verkehre der Privaten entnehme. Wer in einem Vertrage die 
Lieferung von Waaren übernimmt, der ist, wenn er diese noch 
1) Es liegt mir sehr viel daran, eine Vermengung dieser Art von 
Landesrecht mit der soeben (S. 301 oben) erwähnten Unterart des un- 
mittelbar gebotenen Rechts zu verhüten. Dort war es nämlich ebenfalls aus 
landesrechtlichen Gründen erforderlich, dass der Staat einen Rechtssatz er- 
liess, während das Völkerrecht nicht durchaus die Rechtsetzung verlangte. 
Dort musste aber der Staat zum Mittel der Gesetzgebung greifen, weil die 
Vornahme der Handlung selbst, zu der er verbunden war, nach seinem 
Verfassungsrecht nur in Gesetzesform vorgenommen werden konnte. Hier 
muss er Recht setzen, weil eine andere Handlung, zu der er verpflichtet ist, 
nicht geschehen kann, ohne dass sie durch das Gesetz vorbereitet worden 
ist. Dort kann er handeln nur in Form, hier nur auf Grund eines Gesetzes, 
2) Z. B. Seligmann, Abschluss und Wirksamkeit der Staatsverträge 
S. 59, 62, der unsere Kategorie beiläufig erwähnt. Dass er indess in der 
Setzung dieses Rechts die Erfüllung einer wirklichen Pflicht erblickt und 
deshalb die ganze, eigenthümliche Funktion, die es ausübt, nicht erkennen 
kann, ist nach seinen Bemerkungen auf S. 62 zweifellos.
	        

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Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
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