Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Völkerrecht und Landesrecht

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

340 
Das Völkerrecht verlangt von jedem Staate, dass er inner- 
halb seines Herrschaftsbereichs den Genossen gegen Angriffe auf 
seine staatliche Existenz, seinen Territorialbestand, seine Ver- 
fassung einschliesslich der Regierungsform und Thronfolgeordnung, 
seine Ehre beschütze. Es verlangt, von dem Gedanken aus, dass 
sich die staatliche Souveränetät sichtbar verkörpert in der Per- 
son des unverletzlichen Staatsoberhauptes, dass auch dieses gegen 
Attentate auf Leben, Körperintegrität, Freiheit und Ehre vom 
Auslande geschützt werde. Es fordert endlich den Schutz der 
Personen, die den Staat als Organe des diplomatischen Verkehrs 
in fremdem Staatsgebiete repräsentiren. Jeder Staat ist ver- 
pflichtet, die seiner Machtsphäre unterworfenen Individuen von 
Verletzungen dieser Personen und Güter abzuhalten. Hierzu fritt 
aoch der Anspruch des Kriegführenden, gegen gewisse Akte im 
neutralen Staatsgebiete gesichert zu werden, die eine Begünstigung 
zeines Feindes und damit einen Angriff auf seine Kriegsmacht 
zu bedeuten haben. Welche Akte das sind, ist freilich in Theorie 
wie Praxis keineswegs unbestritten, obschon mehr und mehr der 
Satz zur Anerkennung zu kommen scheint, die Hinderungspflicht 
des Neutralen beschränke sich auf solche Handlungen, die das 
festländisehe neutrale Gebiet einschliesslich der Eigengewässer 
es in doppelter Hinsicht unentbehrlich ist, wenn der Staat sich Strafrecht 
und Strafgerichtsbarkeit über seine im Auslande ‚befindlichen, dort exterri- 
torialen Angehörigen wegen ihrer Auslandsdelikte beilegt, z. B. in Form pünkt- 
licher Konsularjurisdiktion: einmal um sie wegen der gegen Güter des Auf- 
anthaltsstaats, zweitens um sie wegen der im Aufenthaltsstaate gegen dritte 
Staaten begangenen Verbrechen strafen zu können. In beiden Fällen aber 
macht er sich m. E. zur Pflichterfüllung gegen den Aufenthaltsstaat 
fähig. — b. Wenn sich aber der Exterritoriale gegen seinen eigenen Staat 
vergeht, so haftet der Aufenthaltsstaat an sich nicht auf Genugthuung trotz 
seiner Schutzpflicht; denn durch die Forderung der Exterritorialität hat sich 
ja der Aufenthaltsstaat des Anspruchs auf das wichtigste Genugthuungsmittel, 
die Strafe, begeben; er kann deshalb auch Genugthuung in milderer Form 
nicht verlangen. Eine Haftung, etwa auf Besänftigungsgeld u. dergl. würde hier 
nur durch Culpa des Aufenthaltsstaats zu begründen sein. — c. Anders steht 
es m. E. mit der Haftung Italiens für feindselige Handlungen des Papstes 
gegen fremde Staaten, wenigstens soweit die Staaten in Frage kommen, welche 
die im Garantiegesetze gewährten Freiheiten für ihn verlangt haben (s. oben 
S. 292 Note 1), Denn diesen gegenüber hat der italienische Staat keinerlei 
Pflicht, den Papst an irgend etwas zu hindern; darum auch keine Haftung, 
Richtig Geffcken, HH. II 8. 174; Heilborn, System S. 205; v. Liszt, 
Völkerrecht 8. 23. A. M. Zorn. Preuss. Jahrb. XLII S. 548,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.