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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

261 
ohne spezielle Abrede in so weitgehendem Umfange völkerrechtliche 
Verantwortung für seiner Glieder Thun und Lassen zu tragen hat, 
Sobald der Bundesstaat als anerkanntes Glied der Staaten- 
gesellschaft in den völkerrechtlichen Verkehr eingetreten ist, sind 
vermöge der früher erörterten Grundsätze über die Ausdehnung 
völkerrechtlicher Sätze auf neue Staaten alle die Pflichten auch 
zu den seinigen geworden, die nach Aussage des in der weiteren 
oder engeren Gemeinschaft, der er sich gesellt, „allgemein“ gel- 
tenden Rechtes jedem Staate als solchem zufallen. Will er über- 
haupt als Staat gelten und sich behaupten, kann er sich ihnen nicht 
entziehen. Es ist freilich damit — darüber kann kein Zweifel ob- 
walten, — in keiner Weise ausgesprochen, dass er jenen Pflichten mit 
seinen Mitteln und mit seinen Organen genügen müsse, dass er 
sich seiner Gliedstaaten in dieser Hinsicht nieht bedienen dürfe. 
Aber umgekehrt steht es fest, dass er sich über jene Pflichten durch 
verfassungsmässige Ausschaltung aus dem Kreise seiner Aufgaben 
oder Funktionen nicht hinwegsetzen kann. Es steht hier nicht 
anders als in Bezug auf das Verhältniss von Staat und Kom- 
munalverband. Auch hier ist es eine res interna, ob der Staat 
das, was das Ausland von ihm erwarten darf, selbst besorgt oder 
von seinen Unterstaaten besorgen lässt. Darum gilt aber auch 
in dieser Hinsicht jede völkerrechtswidrige Handlung oder Unter- 
lassung, die sich der Gliedstaat zu Schulden kommen lässt, als 
völkerrechtliches Delikt des Bundesstaates; er haftet dafür, gleich 
als ob seine eigenen Organe es begangen hätten. Die Pflicht, 
die bei ihm beglaubigten Gesandten, die auf dem Bundesgebiete 
aufhältlichen Fremden zu schützen, Angriffe auf die Rechtsgüter 
fremder Staaten zu strafen, die Neutralität in Kriegen dritter 
staaten überlässt, so geht doch die‘ Beschwerde der ausländischen Vertrags- 
partei wegen verzögerter oder unterbliebener Auslieferung gegen das Reich. 
Vergl. v. Kries, Lehrb d. deutsch. Strafprozessrechts. Freiburg 1892. S. 182 
Anm. 2; Reitz, Annalen d. deutschen Reichs. 1895. S. 402f. Und wenn 
solchem Vertrage zuwider von den Behörden des Einzelstaats der Grundsatz 
der Spezialität verletzt wird, so reklamirt der ausländische Staat mit Recht 
beim Reiche. Vergl. den oben S. 350 Note 3 erwähnten Fall. — Die Ver- 
einigten Staaten hatten zweifellos die Verantwortung gegenüber China zu 
tragen, als die californische Regierung im Jahre 1880 Maassregeln getroffen 
hatte, welche die von der Union damals noch vertragsmässig zugestandene 
Einwanderungsfreiheit der Chinesen in Frage stellten.
	        

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Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
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