Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Völkerrecht und Landesrecht

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

- 389 
In demselben Zusammenhange ist aber auch jene merkwürdige, 
ursprünglich in Preussen aufgekommene, dann im Norddeutschen 
Bunde und im Deutschen Reiche üblich gewordene Form der 
Publikation von Staatsverträgen zu erwähnen. Hier wird ledig- 
lich der völkerrechtliche Vertrag in dem zur Verkündung der 
Gesetze und Verordnungen bestimmten Gesetzblatte abgedruckt.!) 
Also nicht nur keine Formulirung etwaiger vertragsgemässer 
Rechtssätze, sondern auch keine ausdrückliche Erklärung des 
Willens, etwas zum Rechtssatze zu erheben. Dieser Wille muss also 
aus anderen Thatsachen erschlossen werden, und das ist nicht 
ganz einfach. Dass das Gesetzblatt das Organ der Verkün- 
dung ist, beweist nicht viel; denn hier werden auch solche völker- 
rechtliche Uebereinkünfte veröffentlicht, deren Abdruck zweifellos 
nicht in der Absicht geschieht, Rechtssätze ins Leben zu rufen.?) 
Sonach muss der erforderliche Schluss aus dem vor der Ver- 
kündung liegenden Verhalten der gesetzgebenden Faktoren, aus 
der Betheiligung des Parlaments u. s. w. gezogen werden, und 
hierüber giebt das Gesetzblatt keine Auskunft *); wir finden keine 
Unterschrift des Königs von Preussen, des Kaisers, keine Gegen- 
zeichnung eines Ministers. Erschwert nun dieses von der Litteratur 
keineswegs bloss ritterliches Eintreten des Vorgesetzten für die Untergebenen, 
sondern auch sachlich wohl begründet. Das Verfahren der deutschen Behörden 
war in der That landesrechtlich tadellos gewesen, weil der völkerrechtliche 
Grundsatz bislang keine landesrechtliche Sanktion gefunden hatte. Dass es 
der Regierung trotzdem möglich war, die völkerrechtlich gebotene Reparation 
ohne Verletzung des Landesrechts zu bewirken, ergab sich aus dem pro- 
zessualen Stadium, in dem sich das Verfahren gegen Schnäbele befand. 
S. oben S. 311£. 
1) Heilborn, Archiv f. öff, Recht XII S. 142 schlägt für die in solcher 
Form publicirten Verträge den Namen „Vertragsgesetze“ vor. Ich halte den 
Ausdruck nicht für glücklich. 
2) Z. B. die Berliner Kongressakte (RG Bl. 1878 S. 307). Vergl. Laband, 
IS. 634 Note 1. Darum ist die Rechtfertigung v. Kirchenheim’s, Lehrbuch 
des deutschen Staatsrechts. Stuttgart 1887, S. 430f. verfehlt. 
3) Darin ist die österreichische Praxis etwas korrekter. Auch wird 
hier wenigstens die Ratifikationsurkunde publicirt, bei uns nur der von den 
Bevollmächtigten signirte Vertragstext. Im Uebrigen wird auch in Oesterreich 
eine ausdrückliche, vom Inhaber der gesetzgebenden oder Verordnungsgewalt 
ausgehende Rechtswillenserklärung für überflüssig erachtet. Vergl. Ulbrich, 
Lehrbuch d. österreich. Staatsrechts. Berlin 1883. S. 407; Jellinek, Gesetz 
und Verordnung S. 362 Note 32.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.