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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

330 J Einundzwanzigstes Buch. Zweites Rapitel. 
bedeutet in Österreich Stabilierung der Monarchie, des 
Absolutismus und bis auf einen gewissen Grad auch des 
Zentralismus. 
Das Luthertum hatte sich in den deutsch-österreichischen 
Ländern nicht minder rasch verbreitet als sonst in Gebieten 
deutscher Zunge. Seinem Einfluß fielen zuerst die Bergleute 
der Alpenländer anheim, dann folgten die adligen Stände, 
die Bürger und schließlich auch die Bauern. Schon auf dem 
zu Augsburg abgehaltenen Generallandtage des Jahres 1526 
wurde daher von den Ausschüssen der Stände aller Erblande 
die Bitte ausgesprochen, das Evangelium möge allenthalben 
durch geschickte Prediger frei von Furcht und Sorge verbreitet 
werden. Wo man also auch hinblickte, sproßten die Saaten 
des Evangeliums; und selbst in dem steinigten Boden des Hofes 
gingen seine Keime auf. Die Dynastie freilich blieb katholisch. 
Nicht als ob nicht auch in ihr protestantische Neigungen ver— 
breitet gewesen wären. Man kennt das wunderbare geistliche 
Lied, das Maria, der Schwester Ferdinands J., zugeschrieben 
werden konnte; Ferdinand selbst duldete wenigstens Protestanten 
in seiner Nähe; und Kaiser Maximilian II., sein Sohn, hat 
starke protestantische Anwandlungen gehabt. Allein von vorn— 
sjerein war die Stellung des Herrscherhauses zum Evangelium 
durch die Politik Karls V. festgelegt. Und diese war, schon 
durch die Rücksicht auf die außerdeutschen Länder des Kaisers 
veranlaßt, katholisch. 
Aber auch durch die innere Lage ihrer Länder wurden 
die österreichischen Herrscher der Ablehnung der Reformation 
zugedrängt. Hätten sie den Übertritt zum Luthertum voll— 
zogen, so hätten sie den ständischen Kampf mit Bürgern und 
Bauern und einem Teile des Adels gegen die Prälatenbänke 
durchführen müssen. Wäre dies möglich gewesen? Schwerlich: 
denn die Bauern waren nur in Tirol ständisch organisiert, 
das Bürgertum war überall schwach entwickelt, und der Adel 
würde bei Bedrohung der geistlichen Stellen durch die Fürsten 
wohl ebenso zahlreich, wie teilweise in Deutschland, wieder zur 
alten Kirche abgeschwenkt sein.
	        

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Citation recommendation

Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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