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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

—542 Einundzwanzigstes Buch. Zweites Kapitel. 
Ratürlich ließ sich damit nur in der Defensive handeln. Aber 
es gelang so immerhin, Wien und die obere Donaulinie zu 
schützen; und schwärmten dafür die Türken ziemlich ungehindert 
nach Mähren hinein bis Brünn und Olmütz, so wurde auch 
dieser Richtung des Vormarsches durch die tapfere Verteidigung 
der Festung Neuhäusel an der Neutra vorgebaut. 
Freilich: eins war klar, kam nicht bald Hilfe vom Reiche, 
so mochte in dem Feldzuge eines nächsten Jahres die kaiserliche 
Armee allein, selbst wenn verstärkt, schwerlich imstande sein, 
dem Andrange der Türken noch länger zu widerstehen. 
Nun war der Reichstag schon zum 8. Juni 1662 durch 
Kaiser Leopold berufen worden, und am 20. Januar 1663 
hatte man ihn auch förmlich eröffnet. Indes wie wenig rührte 
ihn einstweilen die Türkennot! Er begann die Erörterung 
weitläufiger Fragen künftiger Wahlkapitulationen, obwohl doch 
der Kaiser noch jung und noch nicht lange gewählt war — 
und obwohl durch die Nation eine sichtbare Erregung, etwas 
von der Türkenzugs-, ja der Kreuzzugsbegeisterung früherer 
Tage ging. Es bedurfte erst der Ankunft des Kaisers selbst 
zu Regensburg im Dezember 1663, zugleich mit der Ankunft 
zahlreicher Fürsten, um die Frage der Türkennot in Fluß zu 
bringen. Und erst im Februar 1664 wurde das Reich schlüssig, 
ein Triplum der Reichsmatrikel, in Wirklichkeit kaum mehr als 
eine kleine Armee von 20000 Mann, auf die Beine zu bringen; 
den obersten Befehl übernahm Markgraf Leopold Wilhelm von 
Baden. 
Inzwischen aber hatte der Kaiser seine eigene Armee auf 
etwa 36 000 Mann zu Fuß und 11000 zu Roß gebracht; und 
auch von manch andrer Seite her waren Hilfstruppen in Marsch 
gesetzt worden. Da kamen jetzt die Brandenburger mit 2300 
Reitern und Fußgängern, nicht minder ließen sich Sachsen 
und Bayern sehen; das Merkwürdigste aber war eine nicht 
unbedeutende Armee des Rheinbundes, der damals schon ganz 
in französischer Bevormundung stand, und in ihr eine be— 
trächtliche Anzahl von Franzosen, die sich, sehr zum Verdrusse 
Ludwigs XIV., der Gesta Dei per Francos erinnert hatten:
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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