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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

544 Einundzwanzigstes Buch. Zweites Kapitel. 
mindestens des Zutrittes zu den heiligen Stätten Palästinas 
zugleich auch ständige Verkehrsbeziehungen zwischen Osten und 
Westen auf wirtschaftlichem Gebiete hergestellt hatten, war 
Venedig, die alte schon politisch zwischen Byzanz und dem 
abendländischen Kaiserreiche intermediäre Macht, zum wesent—⸗ 
lichen Träger auch dieser vornehmlich kommerziellen Beziehungen 
geworden. Und natürlich, im Verfolge des Vorstoßes der 
Okzidentalen, in offensiver Betätigung. Von Dalmatien her, 
wo schon längst venezianische Küstenkolonien blühten, hatte die 
Handelsrepublik die Adria südwärts Eroberungen gemacht, 
hatte sich in der griechischen Halbinsel- und Inselwelt aus— 
gedehnt und auch die Küsten des Schwarzen Meeres gewonnen. 
Dabei hatte sich dann fast ständig jene Durchdringung religiöser 
und merkantiler Interessen erhalten, die in universalgeschicht⸗ 
lichen Beziehungen so häufig auftritt: denn nichts in der Welt 
ist penetranter als Handel und Weltanschauung; ja es liegt 
im Wesen beider, die Erde umspannen zu wollen. 
Aber seit dem Vordringen der Türken war dann Religion 
gegen Religion und teilweise auch Handel gegen Handel ge— 
treten; die neuen Eroberer hatten sich kräftiger erwiesen als 
die Christen, und jetzt kämpfte Venedig in dem kretischen Kriege 
um die letzte seiner großen levantinischen Besitzungen. 
Dabei war nun das eigentlich Bezeichnende, wie, zunächst 
wohl mehr bei den Türken, dann doch aber auch auf okzidentaler 
Seite das religiöse Interesse als das tiefere den Gesichtspunkt 
des Handels wieder beiseite schob, ja schließlich fast verschwinden 
— 0 
Wehen des Geistes der Gegenreformation wieder fromm ge— 
worden, den Venezianern mit Aussendung päpstlicher Soldateska 
zu Hilfe kam. Indem aber das religiöse Motiv in den Vorder⸗ 
grund trat, wurde die Angelegenheit eine allgemeine, und nicht 
bloß eine der katholischen Kirche, sondern der abendländischen 
Christenheit überhaupt. 
Es war eine Wandlung, die insbesondere in Deutschland 
zu merkwürdigen Erscheinungen führte. Wenn es nicht außer 
der Ordnung der Dinge erschien, daß, wie Franzosen Venedig
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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