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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

Die nordd. Staaten u. d. nord. Krieg; Entwickl. d. preuß. Königtums. 711 
Spitzen, die der Hauptsache nach in der Hand des Monarchen 
nur eine mechanische Einheit bildeten. So gab es in Wien 
je eine böhmische, ungarische und siebenbürgische Hofkanzlei, 
die ganz selbständig nebeneinanderstanden, genau wie der 
italienische oder der niederländische Rat; und die geheime 
tirolische, die oberösterreichische und die innerösterreichische 
Hofkanzlei — letztere für Steiermark, Kärnten, Krain und die 
südlich von ihnen gelegenen Länder — unterstanden zwar 
einem der Vorstände der allgemeinen Hofkanzlei, handelten 
aber doch im wesentlichen gesondert und selbständig. Die 
allgemeine Hofkanzlei endlich beschäftigte sich, halb und halb 
eine mehr persönliche Behörde des Kaisers, zwar auch mit 
Landesangelegenheiten, aber doch immer nur vom Gesichtspunkte 
der allgemeinen Reichs- und der Hof- und Hausbedürfnisse aus, 
und ohne erfolgreiches direktes Eingreifen unmittelbar hinein 
in den Betrieb der einzelnen partikularen Landesgeschäfte. 
Einen Generalstab ohne Heer, ohne Divisionen oder wenigstens 
ohne Brigaden, Regimenter, Bataillone und Kompagnien: so 
hätte man diese Verwaltung wohl nennen können: wie sollte 
sie da in der Lage sein, die Idee eines österreichischen Gesamt— 
staates nicht bloß zu vertreten, sondern zu verlebendigen? 
Unter diesen Umständen, da soziale Entwicklung wie Ver—⸗ 
waltung in gleicher Weise versagten, mußten die einigenden 
Momente in nicht geringem Grade außerhalb der inneren 
Entwicklung, in der äußeren Politik gesucht werden. 
Den Übergang hierzu bildete in gewissem Sinne die 
Handelspolitik. Auf diesem Gebiete wäre es darauf angekommen, 
die Zollabgeschlossenheit der einzelnen Länder zu durchbrechen, 
die sich durch Grenzzölle wirtschaftlich vollkommen isolierten und 
durch Durchgangszölle verkehrspolitisch oft beinahe erdrosselten; 
und weiter wäre es die Aufgabe gewesen, ein gemeinsames Ver⸗ 
kehrswesen des Transportes, der Münze und des Kredits zu be⸗ 
gründen, sowie dem österreichischem Handel nach außen nicht 
bloß Luft zu schaffen, sondern auch Einheitlichkeit des Auf⸗ 
tretens zu vermitteln. Es waren Ziele, die die großen ökonomischen 
Publizisten des Reiches, ein Becher, ein Hörnigk, schon im
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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