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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

712 Einundzwanzigstes Buch. Drittes Kapiten. 
17. Jahrhundert mehr oder minder deutlich aufgestellt hatten; 
Ziele, denen wenigstens Karl VI. teilweise nachzuleben begann. 
Und gewiß gelang auf diesem Gebiete einiges. Die Zwischen—⸗ 
mauten fielen teilweise; der innere Handel belebte sich um ein 
weniges; der Außenhandel über die Ost- und Südgrenzen nahm 
zu unter dem Aufblühen Triests; auch in der Industrie machte 
man Fortschritte. Allein bezeichnend war, daß sich der Handel nicht 
der 1714 begründeten Staatsbank — mit der schönen amtlichen 
Bezeichnung „Universal-Bankal-Finanzen-Hkonomie-Demon⸗ 
stration“ — anvertraute. Er zog vielmehr die 1705 entstandene 
Wiener Stadtbank vor: es erschien den unterrichteten Zeitgenossen 
gleichsam unnatürlich, daß sich das Reich der Habsburger um 
Handel und Wandel bemühe. In diesem Zusammenhange 
rächte sich die einst von gegenreformatorischen und noch immer 
von ausschließlich katholischen Vorstellungen getragene Politik 
gegenüber dem Bürgertum: wo der zentrale Gedanke am 
feinsten und entscheidendsten mit den wichtigsten Tendenzen 
der sozialen Entwicklung zusammentraf, da verflüchtigte er 
sich. Daß unter solchen Umständen eine Politik österreichischen 
Weltverkehrs, wie sie Karl VI. eine Zeitlang zu treiben ver— 
suchte!, auch aus inneren Gründen scheitern mußte, versteht 
sich von selber. 
Es blieben also schließlich als zentralistisch wirkende Reichs— 
klammern nur die einfachen Mittel der äußeren Politik! Hier 
aber handelte es sich im Grunde wieder um zwei voneinander 
getrennte Gebiete: um das Reich und um das europäische Staaten⸗ 
system in dem Sinne, wie es vornehmlich aus dem Utrechter 
Frieden als ein System des Gleichgewichtes der Großmächte 
hervorgegangen war. Und da ist nun für den Bereich des 
ersten Gebietes vor allem Joseph J., aber auch Karl VI. 
die Anerkennung nicht zu versagen, daß sie die Stellung des 
Kaisers und damit Österreichs als der Reichsvormacht noch 
einmal stärker zu betonen versucht haben. Es ist eine Richtung, 
die namentlich Joseph J. sympathisch erscheinen läßt, so sehr 
S. oben S. 589 ff.
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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