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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

Waffengänge Osterreichs u. Preußens; Preußen europ. Großmacht. 785 
denkbar war, noch mit dem Apparate der Grenz- und Binnen⸗ 
zollämter als einem Ganzen einen verhältnismäßig sehr starken 
Druck auf den gesamten Verkehr auszuüben. 
Was in dieser Hinsicht möglich wurde, das zeigt vielleicht am 
besten die preußische Zollpolitik gegenüber Polen. Die Absicht 
der Politik Friedrichs in dieser Hinsicht war schon früh, den 
Weichselhandel, soweit er nicht an die Oder und somit in deren 
Verkehr hineingezogen werden konnte, mit Umgehung von 
Danzig auf Königsberg und also auf preußisches Gebiet und 
vor das Forum preußischer Verkehrsabgaben zu leiten. In 
dem preußisch-polnischen Handelsvertrage vom Jahre 1775 
gelangte nun diese Tendenz vornehmlich durch die Bestimmung 
zum Ausdruck, daß von den Zollämtern an der Grenze beider 
Staaten Zölle erhoben wurden, die für die Erzeugnisse der 
beiden Staaten 20/0, für die aller anderen Staaten dagegen 
120/0 des Wertes betrugen. König Friedrich hoffte dadurch 
vor allem den polnischen Kornhandel nach Königsberg und 
auch nach Stettin zu ziehen, da Danzig als freie Stadt, obwohl 
polnisch, mit 120/0 belastet wurde; daneben hegte er auch noch 
die Erwartung, daß der polnische Markt für zahlreiche Waren 
des preußischen Exports erobert werden könne. 
Ihren wesentlichen Sitz aber hatte diese Zollpolitik 
in den Provinzen der Krone Preußen selbst, und hier 
vor allem wieder im Mittelgebiete. Alle die alten Verkehrs⸗ 
bindungen des Mittelalters wurden hier in der Absicht ge— 
handhabt und modifiziert, unter Begünstigung der preußischen 
Produktion den Handel zu vereinheitlichen und zu konzentrieren. 
So wurden schon 1750 die Netze-, Warthe- und Oderzölle 
zwischen Stettin und Polen aufgehoben und später die schlesischen 
Durchgangszölle immer mehr so behandelt, daß sie den 
polnischen Handel von Leipzig nach Stettin abdrängten; so 
wurden 1752 die Oderzölle auf die Höhe der Elbzölle er— 
niedrigt und so wurde, unter Aufhebung der Stapelrechte von 
Breslau Frankfurt an der Oder und Stettin das Stapelrecht 
auf der preußischen Strecke der Elbe, in Magdeburg, aufs 
strengste so ausgebildet, daß dadurch Elbhandel unterbunden,
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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