Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • enterFullscreen
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Grundzüge des positiven Völkerrechts

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

Full text: Grundzüge des positiven Völkerrechts

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892071576
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237660
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
VIII, 302 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Contents
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge des positiven Völkerrechts
  • Title page
  • Contents

Full text

Konsulargerichtsbarkeit. 
87 
tische Befugnisse, sodaßMartens mit Recht davon sprechen konnte, daß 
z. B. in den Zeiten des lateinischen Kaisertums der venezianische po- 
destfr in Byzanz sozusagen der Vizekaiser war. Eine entsprechende 
Einrichtung, freilich begrenzt, begegnet in der Folgezeit im Ver 
hältnis der christlichen zu den mohammedanischen Staaten, wobei die 
Rechtsbeziehungen zu der Türkei seit der Eroberung Konstantinopels 
1453 im Vordergrund stehen, b) Eine besonders wichtige Ausprägung 
hat diese Rechtseinrichtung, der es vornehmlich entspricht, daß Fremde 
bei Streitigkeiten untereinander, ferner in Zivilprozessen, in denen 
sie als Beklagte und bei Strafprozessen, in denen sie als Beschuldigte 
erscheinen, von einem Konsulargericht — und zwar gemäß dem Satze 
actor sequitur formn rei — Recht zu nehmen haben, in den sogenannten 
Kapitulationen gesunden. Das sind nach türkischer Ansicht ein 
seitige Vergünstigungen auf Zeit (der Koran kennt keinen Vertrag mit 
Ungläubigen, sondern nur Waffenstillstand), nach europäischer Auf 
fassung wirkliche Verträge (wobei es hinsichtlich des Namens zweifel 
haft ist, ob er eine Übersetzung des arabischen Wortes suhl = Waffen 
stillstand ist, oder daher kommt, daß die Entwürfe dieser Verträge in 
Kapitel eingeteilt zu werden Pflegten). 
Als wichtigster dieser Verträge aus älterer Zeit erscheint derjenige 
zwischen der Türkei und Frankreich von 1535, der, zuletzt 1740 erneuert, 
als Modell für Kapitulationen mit anderen Staaten, so mit Preußen 
von 1761, gedient hat. Diese Verträge galten für die Türkei und zwar 
auch für die von der Türkei abgetretenen Gebietsteile, find aber in 
diesen früher oder später außer Kraft gesetzt worden. So hat Rumänien 
einseitig 1877 die Konsulargerichtsbarkeit außer Kraft gesetzt, Bulgarien 
1907—1911, Serbien nach 1878. Jn Cypern hat England, in Bosnien- 
Herzegowina Österreich-Ungarn nach 1878 die Konsulargerichtsbarkeit 
beseitigt. 
Hinsichtlich Ägyptens, Chinas, Siams hat Deutschland durch den Ver 
sailler Frieden auf die Konsulargerichtsbarkeit verzichtet. Beseitigt ist fer 
ner die Konsulargerichtsbarkeit seitens Frankreichs in Tunis und Marokko. 
Von besonderem Interesse ist die Frage der Konsulargerichts 
barkeit in der Türkei. Nach Ausbruch des Weltkrieges hatte die 
Türkei einseitig Kapitulationen mit Wirkung vom 1. Oktober 1914 an 
außer Kraft gesetzt. Deutschland, das ursprünglich mit den Mächten 
dagegen protestiert hatte, hatte in Verträgen vom 11. Januar 1917 mit 
der Türkei vollständig den Boden der Kapitulationen verlassen und die
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Grundzüge Des Positiven Völkerrechts. Ludwig Röhrscheid Verlag, 1921.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.