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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892073072
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237292
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
IX S., S. [361] - 749
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Fünftes Kapitel. Ursprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs

Full text

* 
———— 
Fünfundzwanzigstes Buch. Drittes Kapitel. 
schlimmsten politischen Prozesse der Reaktionszeit verknüpft ist, 
wie der berüchtigte Polizeidirektor Stieber blieben im Amte, 
bis im November 1860 ein Prozeß das Bild ihres Treibens 
zu lebhaft erneute; und Graf Schwerin, der Minister des 
Innern, wurde der reaktionären Beamten seines Ressorts nicht 
Herr. So schien es, als sollte in mancher Hinsicht die Politik 
Friedrich Wilhelms IV. ihre Fortsetzung finden. Gleichzeitig 
aber begann die Regierung mit einem Plan der Heeresreform 
hervorzutreten, der doppelt müßig schien, da man ja doch keine 
große und kühne Politik treiben wolle. Und was schlimmer 
war: dieser Plan erschien bald, wie man sich nicht verhehlen 
konnte, als des Prinzen eigenstes Werk. 
Der Prinz hatte sich von jeher eingehend mit den Heeres— 
angelegenheiten beschäftigt; er hatte es erleben müssen, daß 
der Kriegsminister im November 1850 erklärte, Preußens Heer 
sei dem Kampfe mit dem österreichischen nicht gewachsen; er 
war von der Überzeugung erfüllt, daß in geordneter, militä— 
rischer Gewalt die eigentliche Kraft jeder Souveränität und 
namentlich eines wirklich lebendigen, modernen Königtums liege; 
und er war von diesen Gesichtspunkten und Erfahrungen aus, 
wesentlich unterstützt durch eine Denkschrift Röoons vom Juni 
1858, für die Gegenwart etwa zu folgender Erwägung ge— 
kommen. Die preußische Kriegsverfassung beruhe dermalen 
noch immer auf den Gesetzen der Jahre 1814 und 1815. Ihre 
Rahmen innerhalb des Grundsatzes der allgemeinen Dienst⸗ 
pflicht seien dementsprechend auf die Bevölkerung von 1814, 
etwas über zehn Millionen Seelen, berechnet. Seitdem habe sich 
aber die Bevölkerung auf nahezu achtzehn Millionen vermehrt. 
Dem gemäß würden jetzt nur vierzigtausend junge Leute all— 
jährlich in das Heer eingestellt, viele Tausende aber blieben 
frei: was eine offenbare Ungerechtigkeit bedeute. Ferner — 
so etwa verliefen die Erwägungen des Prinzen weiter — ge— 
hörten nach der Gesetzgebung von 1814 und 1815 die Aus— 
gehobenen drei Jahre der Linie, sieben Jahre der Landwehr 
ersten Aufgebots und sieben Jahre der Landwehr zweiten Auf— 
gebots an. Die Landwehr ersten Aufgebots sei also eigentlich
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1909.
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