Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404219
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236878
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1114 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
II. Zivilrecht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • I. Rechtsphilosophie und Universalrechtsgeschichte von Professor J. Kohler in Berlin
  • II. Zivilrecht

Full text

E. Heymann, Überblick über das englische Privatrecht. 825 
Patentrecht, 1901; Derfelbe, R. des Markenschutzes, 18885; Derselbe, Arch. f. B. R. 7, 95 ff. 
Bei Kohler, dem ich auch einige Bemerkungen zum Erfinderrecht verdanke, weitere Literatur. 
87. Forderungsrecht. 
1. Die Obligationen aus Rechtsgeschäften im allgemeinen. a) Die 
Entstehungsgründe sind der sog. contract of record, der eontract under seal und 
der simple contract. Die Rekordschulden beruhen auf Gerichtsprotokollen, und zwar 
handelt es sich (nach dem Obsoletwerden von statute merchant und statute staple; s. o. 
86Nr. 4d) besonders um die Fälle der Judikatsschuld (judgement) und der récogni- 
zances; letztere sind gerichtlich abgegebene Schuldversprechen, resolutiv bedingt durch Vor— 
nahme einer bestimmten Handlung (appear at the assise, keep the peace), so daß sie 
als Mittel der Kautionsbestellung dienen. Die eigentlichen Schuldverträge fallen daher 
unter die beiden Kategorien des contract under seal, abgeschlossen mittelst Übergabe einer 
gesiegelten Urkunde (dsed), und des simple contract, formlos abgeschlossen, aber einer 
Gegenleistung, consideration, einer „sachlichen Erwägungsgrundlage“ (Hartmann) bedürftig. 
Das mittelalterlich englisch-normannische Recht kannte in germanischer Weise zunächst nur 
Formal- und Realkontrakte. Für erstere waren die älteren Abschlußformen (fides facta) 
bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts durch die Form des gesiegelten Vertrages verdrängt, 
und es entsprang aus ihnen die action of covenant (breve de conventione, seit 
Heinrich III, 1272), während aus den Realverträgen die — ursprünglich für alle Schuld— 
verträge gegeben gewesene — action of debt gewährt wurde. Die action of debt setzte 
als Realvertragsklage eine Gegenleistung des Versprechensempfängers, ein „quid pro quo“, 
voraus, insbesondere Leistung des Kaufgegenstandes oder umgekehrt Vorauszahlung des 
Preises, Übergabe einer rückzugewährenden Sache u. s. w.; es genügte aber auch bloße Zahlung 
eines Handgelds (arnest). Allmählich wurde die Vorleistung in immer weiterem Sinne 
genommen; man begnügte sich schließlich damit, daß der Gläubiger irgend ein detriment 
erlitt; diese Entwicklung wurde dadurch unterstützt, daß die alte action of debt immer 
mehr durch eine prozessualisch leichter durchführbare Deliktsklage, die action of trespass 
on the case of assumpsit, verdrängt wurde: die a. of assumpsit, eine Abart der 
wichtigsten Deliktsklage (s. unten Nr. 8), gründete sich ursprünglich auf die Übernahme 
(daher assumpsit) einer Sache zur Bearbeitung oder sonstigen bestimmten Behandlung, 
wurde aber allmählich in allen Fällen des Bruchs formloser Verträge gegeben und ent— 
wickelte sich dadurch zur wichtigsten Vertragsklage; ihr deliktischer Ursprung hat entscheidend 
dazu beigetragen, daß im englischen Recht bis in die neueste Zeit aus Verträgen nur 
auf Schadensersatz und nicht auf Realerfüllung geklagt werden konnte. Immer aber 
erhielt sich für die simple contracts das Onerofitätsprinzip, und zwar bezeichnete man 
die dem Verpflichteten gewährte Gegenleistung des Berechtigten im Anschluß an die 
Terminologie der Billigkeitsgerichtshöfe (beim use) als consideration. Seit dem 16. Jahr— 
hundert beherrscht die consideération-Doktrin das englische eontraet-Recht völlig; keiner 
consideration bedarf der gesiegelte Vertrag (sealing imports consideration), doch läßt 
die Praxis auch hier die Einrede einer unlawful oder immoral consideration zu; ver— 
mutet wird die consideration beim Wechsel und den sonstigen negotiabeln Papieren (s. 
u. Nr. 2), sowie beim Vorliegen eines Schuldscheins. Dagegen ist der berühmte Versuch 
des Lorb Mansfield, die schriftlichen Verträge des Handelsverkehrs von dem Er— 
fordernis der considoration zu befreien, erfolglos geblieben. (Vol. Schuster, in Buschs 
Arch. f. d. Hand.-Recht 45, 317 ff. 46, 111 ff. G.Hartmann, im Arch. f. d. civ. Pr. 
77, 161 ff.; Grueber, 8. f. vergl. R-W. 11, 288ff.; Neubecker, Arch. f. Bürgerl. 
Recht 22, S. s1ff) 
Der contract under seal wird durch Ausstellung und, Übergabe einer ge— 
siegelten, in herkömmlichen Formen abgefaßten Urkunde (deed) geschlossen. Der Haupt—- 
anwendungsfall des deed ist das Immobiliarrecht (s. o. F6 Nr. 7), wo die Praris der 
conveyancer für seine Abfassung eingehende Regeln entwickelt hat; für Schuldkontrakte 
erscheint er als covenant oder pond (uber letzteren unter Nr. 2); er bedarf stets der 
Siegelung (s641, von den Normannen nach England gebracht); dagegen ist die Unter—
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.